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Celle Stadt Schlosstheater-Weihnachtsmärchen „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ in Alter Exerzierhalle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schlosstheater-Weihnachtsmärchen „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ in Alter Exerzierhalle
12:53 09.11.2010
Au Backe, die böse Muräne (Felix von Frantzius) will Arielle (Sarah Timpe) an die hübsche Flosse. Doch der Delphin (Karsten Zinser) springt ihr mutig zur Seite. Quelle: Peter Müller
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„Ich finde das Stück besonders gelungen“, schwärmt Regisseur Jan Bodinus von der tollen Musik, ausgewogenen Choreografie, den schönen Tänzen und zauberhaften Kostümen. „Sie glitzern und schimmern, manchmal wie Schuppen im gebrochenen Meereslicht“, so Bodinus, der die „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen zum Ausgang seiner Bühnenfassung nahm. Doch sei Arielle, der Disney-Zeichentrickfilm, der Liebling der Kinder und habe ihn natürlich vereinzelt inspiriert.

Geschichte und Figuren wurden bis auf kleine Änderungen beibehalten. Die Krabbe Sebastian war dem Regisseur zu klein und ist ein Hummer geworden, zudem ohne riesige Scheren. Mit denen könne man nicht spielen. Ihn kleiden Stoffe, changierend zwischen Blau und Rot – von der Natur abgeschaut. Freund Fabian, der Doktorfisch, wird als Delphin die Bühne aufmischen. „Delphine sind witziger“, findet Bodinus. Außerdem können sie mehr. Die Meerhexe heißt Hydra und Mette, die Schwester von Prinz Eric, sei frei erfunden, für die Dramaturgie der Geschichte. Und die ist den meisten Kindern bekannt: Arielle langweilt sich im Unterwasserreich des Vaters, des Meereskönigs Triton. Sie möchte wissen, wie es über der Wasseroberfläche aussieht – dort, wo die Menschen leben. Heimlich schwimmt sie Richtung Land, rettet einem Prinzen das Leben und verliebt sich in ihn. Die Tragik nimmt ihren Lauf. Aber muss die Meerjungfrau bei Andersen ewig als Seeschaum auf dem Meer dahin treiben, hat die Celler Bühnenfassung ein Happy End.

Neu sei das nasse Element. „Wir waren mit der Schneekönigin im Eis, mit dem kleinen Muck in der Wüste, mit Heidi in den Bergen und in 80 Tagen um der Welt, aber unter Wasser noch nie“, reizte es Bodinus, trotz schwierigerer Bedingungen in der Exerzierhalle ein wunderbares Unterwasserambiente zu schaffen. In dem wird Arielle schweben und Figuren auf Heelys um die Kinder herumfahren. Und immer wieder ist da die Rede von traumhaften Masken, schillernden Stoffen, packenden Liedern, getextet von Bodinus, der auch das Bühnenbild schuf, und von Ulrich Jokiel komponiert. Mit dabei sind Steeldrum und Tritons Dreizack als Bass. Schauspielerin Sarah Timpe steht als Arielle erstmals in Celle auf der Bühne, ebenso Felix von Frantzius als Prinz.

●Termine: 14. November, 11.15 und 15 Uhr; 20. November, 11.15; 21. November, 15 Uhr; 4., 5., 18. und 19. Dezember, jeweils 11.15 und 15 Uhr. Karten im freien Verkauf an der Theaterkasse, Markt 18. Karten kosten 12 und 13 Euro.

Von Aneka Schult