Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Schlosstheater dreht Spieß um: Mit Benefizveranstaltung auf Tour
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schlosstheater dreht Spieß um: Mit Benefizveranstaltung auf Tour
15:45 08.02.2012
Benefizkonzert - Foto: Hartmut Jakubowsky Quelle: Hartmut Jakubowsky
Celle Stadt

Da ist der Kulturbus, der an bestimmten Wochentagen interessierte Menschen aus dem Landkreis zu kulturellen Veranstaltungen in die Stadt und auch zum Schlosstheater bringt, da wird die Mitgliederbetreuung des Theatervereins erfolgreich verstärkt, Versteigerungen und Bürgertheater sind im Gespräch und im Rahmen der mobilen Klassenzimmerstücke gibt es noch bis zum Sommer das Kafka-Stück „Die Verwandlung“. Nicht zu vergessen ist auch die gerade abgelaufene Produktion von Nick Hornbys „NippleJesus“ im Kunstmuseum.

Jetzt waren zusammen mit Ulrich Jokiel als musikalischem Leiter am Klavier sechs Schauspieler in einer Benefizveranstaltung zugunsten des Kinder- und Jugendtheaters zu Gast im Pflegewohnstift Franz-Guizetti-Park. Mit großem Erfolg. „Normalerweise kommen die Zuschauer zu uns ins Theater,“ sagte zu Beginn Schlosstheater-Intendantin Bettina Wilts, „aber heute drehen wir den Spieß mal um und kommen zu Ihnen.“

Dass auch Schauspieler sehr gut singen können, bewiesen mit Liedern, Chansons und Couplets aus Produktionen des Schlosstheaters Petra Friedrich, Stefanie Lanius, Christina Rohde, Claudia Schick, Sabine Schmidt-Kirchner und Jürgen Kaczmarek ohne schwachen Punkt.

Im Gegenteil – mit seinem Heurigen-Lied rührte Jürgen Kaczmarek erneut die Herzen und regte so manchen zum leisen Mitsingen an. Mit

gefühlvollem Ausdruck ge-staltete Sabine Schmidt-Kirchner die deutsche Fassung des Edith-Piaf-Chansons „, Non je ne regrette rien“ und Claudia Schick wagte sich mutig an „Over the Rainbow“. Erfolgreich berlinerte sich Bernd Rauschenbach als Gast durch die „krumme Lanke“ und mit ihren „Liebesliedern“ sorgten Christina Rohde und Stefanie Lanius für nostalgische Gefühle. Auch wenn der Beifall am Schluss etwas knapp ausfiel, war er noch lange kein Anzeichen für mangelnde Begeisterung. Ganz im Gegenteil – der Wunsch nach einer Wiederholung ist mit Sicherheit wesentlich stärker als zuvor.

Von Hartmut Jakubowsky