Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Schmackhaftes Menü der Kleinkunst in Celler CD-Kaserne
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schmackhaftes Menü der Kleinkunst in Celler CD-Kaserne
09:10 26.02.2018
Viereinhalb Stunden Poesie, Gesang und Lyrik: Mit dabei waren unter anderem Gitarrist Vladimir Spiridonov und Singer-Songwriterin McKinley Black. Quelle: Oliver Knoblich (5)
Celle

Celle. Das Entree – Hausins „Wintergedicht“ – gab‘s zum Anwärmen und schon folgte „Die Diseuse mit Getöse“ Alix Dudel. Nach dem „Wasserhuhn-Gedicht“ von Friedhelm Kändler gab sie Knefs „Ich brauch Tapetenwechsel …“. Die Diva in Samtrobe zeigte Bandbreite, kann auch leise und fühlte sich zwischen Lyrik und Chanson (mit versierter Gitarrenbegleitung von Sebastian Albert) offensichtlich gleichermaßen wohl. Was sie auch anpackte, wurde authentisch zu ihrer eigenen Version – unverwechselbar, eindringlich und sehr präsent. Damit, und mit ihrer sonor-tiefen Stimme, überzeugte sie, mal amüsant, mal tiefgründig.

Literarisch und poetisch ging es weiter mit Frank Suchland. Der Musiker, Vorleser, Moderator, Verleger und Autor war diesmal als Rezitator unterwegs. Als langjährige Wegbegleiter Manfred Hausins eröffnete mit einem Geständnis: „Ich liebe bacchantische Gedichte“ – und plauderte Köstliches mit Kostproben von Busch, von Bodenstedt, Kästner und Ringelnatz, von der Lust auf Leben, Trinkgelagen und Völlerei, vom Reifungsprozess und manchem Fettnäpfchen, das sich auftut.

Für die akustische Geschmacksexplosion sorgte die temperamentvolle amerikanische Singer-Songwriterin McKinley Black. Eingefangen zwischen Rock und Ballade, bleiben die Rhythmen in erster Linie Trägerschicht für „die Füllung“ – die Texte. Es sind Durchhalteansagen im Sturm („Hold on“), Bekenntnisse von Verbundenheit („Seashells and Roses“) oder ihr “Yes-Song”, mit der sie Verbundenheit herstellt. Ihr Song “All I Need” handelt von Sehnsucht, Liebe und Geborgenheit.

McKinleys eindrucksvoller Begleiter an der Gitarre: Vladimir Spiridonov. Er wurde – zur Freude der Zuschauer – später spontan in das poetische Menü eingebaut. Der russische Fingerstyle-Gitarrist hat auch Elisabeth Meindl aus Hambühren besonders beeindruckt:„Er war am besten! Ein toller Abend, da bekommt man was fürs Geld!“.

Ein Highlight nach der Pause setzte Musik-Kabarettist Thosten Hitschfel mit seinem feinsinnigen eingesetzten Sprachwitz, als er im sächsischen Dialekt übers Älterwerden resümierte. Nicht weniger beeindruckend, seine musikalischen Einlagen von ureigenen Coverversionen zur Gitarre (alles in allem ein vollmundiger Genuss).

Das mit dem Nachtisch übernahm letztlich „das neubundesländische Pendant zu Schobert & Black“: MTS (für Mut, Tatendrang und Schönheit) – die zwei Altmeister des „burlesken Bänkelgesangs“, Thomas Schmitt und Frank Sültemeyer. Ein letztes Sahnehäubchen: Gruppensingen mit Publikum, um Mitternacht war Schluss.

Von Doris Hennies

Selbst genähte Kissen, antike Koffer und moderne Sportschuhe: Es sind nur einige der vielen Dinge, die am Samstag bei dem Charity-Basar vom MTV Eintracht Celle in der Sporthalle am Nordwall über die Verkaufstische gingen. Rund 20 Verkäufer sorgten für ein abwechslungsreiches Einkaufserlebnis, bei dem für Groß und Klein etwas dabei war.

26.02.2018

Samstag in der Fußgängerzone: Die Celler tummeln sich in der Innenstadt, kaufen ein und laufen auf und ab. Mittendrin platzieren sich am frühen Nachmittag neun Betriebsräte ortsansässiger Firmen. Umgeben von zahlreichen Plakaten wollen sie auf die anstehenden Betriebsratswahlen im Frühjahr aufmerksam machen. Die Mitglieder des Betriebsratsgremiums werden in Deutschland alle vier Jahre, in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Mai, gewählt.

26.02.2018

Den eiskalten Temperaturen zum Trotz versammelten sich am Samstag rund 480 Demonstranten in den Trift-Anlagen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Krieg zu setzen. Ziel der Aktivisten war es, auf die missliche Lage in der nordsyrischen Stadt Afrin aufmerksam zu machen und die vielfältig ausgeprägte Solidarität zu zeigen.

26.02.2018