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Celle Stadt Schnatternde, alberne, kokette „Girliegroup“ begeistert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schnatternde, alberne, kokette „Girliegroup“ begeistert
16:35 22.12.2013
Neben dem guten Gesang lebte das Programm vorrangig von Albernheiten und Slapstick-Einlagen. Quelle: Peter Bierschwale
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Das Programm begann sehr weihnachtlich, als die als Engel und Weihnachtsmann verkleideten Sängerinnen aus dem Zuschauerraum heraus in einer Art Weihnachtsprozession Richtung Bühne schritten und dabei „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ sangen. Doch, auf der Bühne angekommen, war es mit der Besinnlichkeit schnell vorbei. Verkleidet als Weihnachtsmann, zeterte die robuste „Helga“ über den weihnachtlichen „Lug und Trug“. Und sie fragte sich, ob denn in den Spekulatius-Keksen mehr „Speck“ oder mehr „Latius“ sei.

Naja, neben dem guten Gesang lebte das Programm vorrangig von Albernheiten und Slapstick-Einlagen, die aber trotz ihrer Schlichtheit beim vorwiegend weiblichen Publikum gut ankamen, denn der Kontrast machte den Reiz des Auftritts aus. Vielleicht würde man Schlager wie Caterina Valentes „Sag mir Quando“ oder die „Capri-Fischer“ von Rudi Schuricke gar nicht mehr hören wollen, wenn sie nicht von einer schnatternden und koketten „Girliegroup“ vorgetragen würden, zumal der „dienstältesten Deutschlands“, wie sie sich selbst bezeichnen.

Nach einer Reihe weiterer Schlager-Parodien kehrte die Gruppe mit Leonard Cohens „Hallelujah“ wieder zu besinnlichen Stücken zurück. Die fünf Sängerinnen beeindruckten immer wieder durch volle Harmonien und tolle Solo-Stimmen. Aber sie wären nicht „Herzen in Terzen“, wenn sie ihre Lieder im Seriösen belassen würden. Ihr Krippenspiel mit Maria und Joseph wurde zu unterhaltsamen Satire mit aktuellen Bezügen: „Maria, nörgel‘ nicht, schließlich hast du schon einen Krippenplatz!“ Peter Bierschwale

Von Peter Bierschwale