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Celle Stadt Schnelles Internet: Problem bei Förderung für Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schnelles Internet: Problem bei Förderung für Celle
08:00 06.02.2015
Der Ausbau von schnellem Internet soll im Landkreis Celle gefördert werden. Quelle: Franziska Koark
Celle Stadt

Nach seinem jetzigen Kenntnisstand könnte der Landkreis rund vier Millionen Euro bekommen. Geld, „das auch dringend notwendig wäre, um den Ausbau voranzutreiben und nicht weiter den Landkreishaushalt zu belasten”, so Wiswe. Allerdings hat der Landkreis ein Problem mit EU-Fördermitteln. Sobald ein Unternehmen nämlich die Absicht bekundet, in einem bestimmten Bereich das Netz auszubauen, „gibt es keine Fördermittel mehr, weil die EU sagt, dass nicht in einen Markt eingegriffen werden darf. Das Problem dabei ist, dass zum Beispiel die Telekom ihre Investitionsentscheidungen wieder überdenken kann. Dann sind die Haushalte dort nicht angeschlossen und wir durften dort nicht bauen”, sagt Wiswe. Dieses Dilemma mit der unverbindlichen Absichtserklärung habe er auch EU-Kommissar Günter Oettinger bei einem Gespräch in Brüssel dargestellt.

Im Bezug auf den Ausbau vor Ort würde sich Wiswe zwar auch eine Zusammenarbeit mit der Celle-Uelzen-Netz (CUN) wünschen, „letztlich müssen wir aber ausschreiben und dann den besten Anbieter auswählen.”

Die CUN will in diesem Zusammenhang nicht ins Endkundengeschäft im Bereich Internet einsteigen. Eine solche Überlegung hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreis, Maximilian Schmidt, gegenüber der Celleschen Zeitung geäußert. Er stellt sich ein Angebot „aus einer Hand vor, bei dem Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Internetzugang gemeinsam vertrieben werden”.

Ulrich Finke, Geschäftsführer der CUN, sieht das allerdings nicht als Option. „Wenn es um das Endkundengeschäft geht, würden wir uns immer einen Partner suchen”, sagte Finke. Man bleibe lieber bei dem Geschäft, das man kenne, nämlich dem Netzausbau. Die Anlaufverluste wären aus Finkes Sicht zu hoch.

Von Tore Harmening