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Celle Stadt Schnellzüge bleiben trotz Y-Trasse
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schnellzüge bleiben trotz Y-Trasse
15:03 29.11.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. In einem Gespräch mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) und Ulrich Bischoping, DB-Konzernbevollmächtigter für das Land Niedersachsen und Bremen, erklärte der Bahnchef, dass die Y-Trasse zum einen der Verkürzung der Fahrzeit zwischen Hannover und Hamburg/Bremen diene, zum anderen als Entlastungsstrecke für den Güterverkehr.

„Die jetzigen IC-Verbindungen werden jedoch auch nach einem Neubau auf der jetzigen Strecke erhalten bleiben“, berichtet Otte. Ein weiterer Ausbau der vorhandenen Strecke zwischen Hamburg und Hannover sei nach Ansicht der Bahn bei einem Neubau der Y-Trasse nicht notwendig, da zumindest südlich von Uelzen noch Kapazitäten frei seien.

Während der Unterredung sei deutlich geworden, dass die Celler IC-Halte beibehalten würden und dass ab dem 12. Dezember am Wochenende zusätzliche ICE halten würden, so Otte: „Allerdings wird hier Jahr für Jahr dem Bedarf entsprechend neu entschieden.“ Otte nutzte das Gespräch auch für seine wiederholte Nachfrage nach dem Bau des zweiten Gleises auf der „Amerikalinie“ zwischen Stendal und Uelzen, der als Projekt Deutsche Einheit geplant war. Dies werde vom Verkehrsministerium zur Zeit eingehend geprüft, so die Antwort von Grube. Die Bahn empfehle dringend den Bau, um eine bessere Ostanbindung zu bekommen.

Von Otte auf den Verkauf der OHE- und Metronom-Mutter Arriva angesprochen, verwies der Bahnchef auf die EU-Kommission, unter deren Aufsicht das Verfahren laufe. Die Bahn habe aus kartellrechtlichen Gründen keinerlei Mitbestimmungsrecht. Jedoch sei sicher, dass Arriva als Ganzes verkauft werde. Voraussichtlich im Dezember werde ein Käufer genannt werden können.