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Celle Stadt Schöne Mädchen zwischen Eisen und Fett
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schöne Mädchen zwischen Eisen und Fett
11:18 30.09.2013
Für die richtige Frisur - wird gesorgt. Quelle: Jens L dtke
Celle Stadt

Irgendwie stimmig schien das Bild am frühen Samstagmorgen, als eine ganze Truppe von Fotografen, Stylisten, Helfern und natürlich der ersten Handvoll Mädchen mit vollgepackten Trolleys das Betriebsgelände der OHE in Celle für sich einnahmen. Hier ging es allerdings nicht ums Verreisen, sondern um den Start in einen arbeitsreichen und schon ungeduldig erwarteten Tag, an dem sich die zwölf Kandidatinnen der Wahl zur Miss-Celle-Online 2013 erstmals so richtig als Topmodels fühlen durften.

Eine ganze Reihe von aktiven und großzügigen Sponsoren hatte dafür gesorgt, dass dieser Tag – und die Ausbeute von tausenden brillanter Bilder – überhaupt möglich geworden ist. Angefangen vom Friseurteam Mintye, das bereits im Vorfeld mit Haarschnitt und Farbauffrischung die Basis für die beiden Frisuren – Tagesschick und für den großen Abendauftritt - jedes Mädchens gelegt hat, über die Schlossboutique Celle, aus der die 24 glamourösen Kleider stammen, die die Mädchen für die Fotos und öffentliche Auftritte gestellt bekommen, bis hin zu den Stylisten vom Beauty Room aus Wietze und dem Nagelstudio Dagmar Hollstein.

Noch ein bisschen verschlafen gaben sich Charlotte, Olena und Alena für ihr erstes Makeup und eine hippe Frisur in die professionellen Hände. Ihr erstes Outfit zum Thema Streetwear hatten sie sich selbst zusammengestellt. Während die drei sich anschließend, an unterschiedlichen Orten, den Kameras des Teams um Marcus Jacobs stellten, wurden Laura, Jasmin und Linda geschminkt, frisiert und zurechtgemacht. Ein ausgeklügelter Zeitplan verhinderte Staus im Ablauf.

Während sich die ersten, nach ihrer ersten Shooting-Runde, von vielen hilfreichen Händen in die kurzen Kleider helfen ließen, trafen Maike, Franziska, Marlen – etwas später auch Gesa, Neele und Delowan erst ein. Das ergab Pausen für die Mädchen, aber nicht für die Stylisten und Fotografen, die den ganzen Tag ihr Bestes gaben.

Vor der Kamera stand schließlich jede Missanwärterin allein und musste glänzen – auch da nicht ohne Unterstützung aus dem Hintergrund. Die Mitarbeiterinnen der Tanzschule Body Talk gaben Ratschläge zu Positionen und korrigierten Haltung, versteckten hervorblitzende Dessous und halfen immer, wieder Waggons, Stellagen oder Motorhauben zu erklimmen – gar nicht so einfach mit hochrutschenden Röcken und über zwölf Zentimeter hohen Absätzen.

Das Gelände der OHE ist nicht eben hochabsatztauglich – die Mädchen lösten das Problem, indem sie zwischen den Aufnahmen in mitgebrachte Turnschuhe schlüpften oder auf Strümpfen die Orte wechselten. Eine Kaffeepause gab neuen Schwung, während sich Jasmin als Showgirl versuchte und Maike sich auf der Kühlerhaube der alten Straßenbahn rekelte und dem Profifotografen hinterm Objektiv tief in die Augen schaute. Die Mitarbeiter der OHE, die vor Ort und im Hintergrund bereitstanden, hatten sichtlich ihren Spaß als Zuschauer des ungewohnten Spektakels.

Ein gemeinsames Mittagessen brachte tatsächlich alle Mädchen, Helfer und Sponsoren an einen Tisch – eine wohlverdiente und leckere Pause, gestiftet und angeliefert vom Bowlingcenter Pinguin. Dann kam der Anpfiff zur zweiten Runde: Glamourös gestylte Mädchen mit entsprechend angepassten Makeup und Frisuren, in Abendroben zwischen rostigen Eisenbahnschienen und alten Güterwaggons – ein reizvoller Kontrast, aber auch eine Herausforderung an alle Akteure, die fließenden, langen Gewänder und die – wegen der Windmaschine – flatternden Schals möglichst vor Schmutz, Schmierfett und herausragenden Schrauben zu bewahren.

Jetzt hatten die Mädchen doch längere Wartezeiten zu überstehen, während ihre Mitstreiterinnen noch ihr Bestes vor den Kameras ablieferten. Glücklich waren all diejenigen, die eine Jacke über die nackten Schultern ziehen konnten, gegen Abend wurde es ziemlich frisch. Dennoch galt es makellos schön zu bleiben, bis zum Höhepunkt und Abschluss: Den gemeinsamen Gruppenfotos mit und ohne Helfern und Sponsoren.

Fazit der Fotografen: „Es hat sich gelohnt, wir haben jede Menge toller Bilder im Kasten“. Auf sie wartet jetzt die Arbeit des Sichtens und Auswählens. Und die Mädchen sind sich einig. „Das war ein toller Tag. Super, einmal so im Rampenlicht zu stehen – aber es war auch anstrengender als gedacht.“ Naja, scheint doch was dran, an dem Spruch, wer schön sein will, muss leiden.

Von Doris Hennies