Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Schüler-Demo: Nachspiel im Landtag
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schüler-Demo: Nachspiel im Landtag
15:51 01.02.2012
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

Der SPD-Landtagsabgeordnete kritisiert, dass während der regulären Unterrichtszeit ein Großteil der Plakate und Banner gemalt worden sei. Zudem habe sich Schulleiter Fechner selbst mit einem Plakat an der Demo beteiligt. Alles zusammen genommen habe Meyer den Eindruck gewonnen, „dass die Protestaktionen von Oben initiiert und organisiert wurden“. Die gesamte Veranstaltung trage trotz der Anmeldung der Demonstration durch Schüler den Anstrich einer gezielten Kampagne der Schulleitung und der Lehrerschaft des Ernestinums.

Ernestinum-Schulleiter Fechner bestreitet, in die Organisation der Demo eingebunden gewesen zu sein, geschweige denn, diese initiiert zu haben. „Die Aktion ist von den Schülern gekommen. Wenn die Schüler eine Demo machen wollen, dann machen sie eine“, so Fechner. Die Schulleitung könne dagegen kaum etwas machen. „Die Anfrage von Herrn Meyer zeigt seine Ahnungslosigkeit in diesen Dingen“, meinte Fechner. An der Schule habe man Aufsichtspersonal für zurückbleibende Schüler gestellt. Doch alle sind zur Demonstration gegangen. Fechner letztlich auch. „Ich bin aber nicht an der Spitze gelaufen, sonder später dazu gestoßen.“

Bei der Landesschulbehörde prüft man die Vorgänge. Dabei spielt auch ein Schreiben von Hölty-Schulleiterin Monika Nerreter eine Rolle, in dem sie die Elternvertreter ihrer Schule gebeten hat, die Demonstration zu unterstützen, in dem sie Ordner stellen und selbst daran teilnehmen sollten. „Es hat bereits Gespräche gegeben. Nach den neueren Erkenntnissen kann man davon ausgehen, dass wir der Angelegenheit mit der gebotenen Sorgfalt nachgehen“, sagte Susanne Strätz, Sprecherin der Landesschulbehörde. Ob es disziplinarrechtliche Konsequenzen für Fechner oder Nerreter geben wird, wollte Strätz nicht beantworten. Der Brief der Hölty-Schulleiterin an die Elternsprecher habe allerdings bei der Landesschulbehörde keine Begeisterung ausgelöst.