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Celle Stadt Sehr unterschiedliche Hälften bei zehnten Nachtklängen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sehr unterschiedliche Hälften bei zehnten Nachtklängen
17:01 01.05.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Klaus-Hermann Anschütz als für die Reihe verantwortlicher Kirchenmusiker hat im Laufe der Jahre einen kleinen Interessentenkreis um sich geschart, der ganz zuverlässig zu diesen Konzerten kommt, obwohl diese in einem geradezu abgeschotteten Kirchenraum stattfinden, dessen Eingang man nur finden kann, wenn man weiß, wo man hin muss. Seltsamerweise wird nämlich das sich zur Stadt hin öffnende Hauptportal der Kirche für diese Abende nicht geöffnet. Wer allerdings einmal weiß, was es mit den „Nachtklängen“ auf sich hat, der kommt dann doch relativ regelmäßig ein- bis zweimal im Jahr dorthin und lässt sich klanglich überraschen. Und in der Pause werden im Kirchenvorraum kostenlos kleine Snacks und Getränke gereicht. Das hat alles Stil und, unter anderem durch eine Kombination aus gelungene Kerzenbeleuchtung und vielleicht etwas übertriebener farblicher Gesamtausleuchtung, Atmosphäre.

Setzte Anschütz bei den Veranstaltungen dieser Reihe bisher meist auf Ungewohntes abseits des kirchenmusikalischen Mainstreams, so engagierte er für den Jubiläumsabend des zehnten „Nachtklangs“ mit dem Trio „Sacre Fleur“ eine Formation, die zunächst vor allem Gefälliges, ja manchmal geradezu Seichtes bot. Da war man dann doch erstaunt, dass die Choralbearbeitungen für Jazz-Trio wie „Christ ist erstanden“ oder „Es ist ein Ros entsprungen“ und andere mehr sich doch in ihrer Art sehr ähnlich waren und in ihrer Vereinfachung der Vorlage bei gleichzeitigem wenig ambitionierten Umgang mit dem musikalischen Material im eher improvisierten Teil etwas flach gerieten. Vor allem klangen im ersten Teil des Abends fast alle Stücke mehr oder weniger ähnlich. Sehr kreativ war das nicht. Es war zwar reizvoll, zuzuhören, aber nicht spannend, da man zu keinem Zeitpunkt musikalisch irgendwie überrascht worden wäre. Man konnte sich des Eindrucks kaum verwehren, dass die Musiker sich nicht so recht trauten, mal wirklich loszulegen und Grenzen auszuloten.

Im zweiten Konzertteil wurde das erfreulicherweise anders. „Vom Himmel hoch“ über einen Bass aus vier Sechszehntel-, zwei Achtelnoten und zwei Viertelpausen zeugte von viel mehr Mut zu Originellem als die Arrangements vor der Pause. Auch der anschließende Jazz-Walzer zeugte von musikalischer Erfindungsgabe. Und nach der gelungenen „Hymne de Sacre Fleur“ hatte man dann alle Solisten mindestens einmal in hörenswerten Soli erlebt. Nun zeigten Saxophonist Reiner Regel, Gitarrist Jan Keßler und Bassist Lars Hansen dass sie weitaus mehr drauf haben als Mainstream. Diese zweite Konzerthälfte hatte Format.

Von Reinald Hanke

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