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Celle Stadt Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ feiert im Celler Schlosstheater Premiere
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ feiert im Celler Schlosstheater Premiere
14:37 03.03.2017
In dem Stück „Ein Sommernachtstraum“ wollen die Schsuspielerdes Celler Schlosstheaters für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Quelle: Sarah Pertermann
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Die Inszenierung hat der in New York geborene und jetzt in Hamburg lebende Regisseur Jasper Brandes übernommen, der mit dem „Sommernachtstraum“ nach seinen erfolgreichen Inszenierungen von „Eine Familie“ und von „Fräulein Julie“ jetzt schon zum dritten Mal am Schlosstheater tätig ist. „Wir haben hier den Luxus, das ganz viele Shakespeare-Stücke in Celle schon lange nicht mehr gelaufen sind“, sagt Chefdramaturg Ralph Blase. „Dass man an einem Theater den Sommernachtstraum auf den Spielplan setzen kann, ist echt selten.“ Das Besondere an diesem Stück sei es ja, dass es so viele Möglichkeiten der Gestaltung gäbe, die zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führten. „Aber man muss sich ja sowieso immer frei machen von dem, was von außen kommt“, ergänzt Brandes. Da seien die „Montagekunst“ Shakespeares in den verschiedenen Szenen, die dann plötzlich abbrechen, und die starken Fallhöhen ja für jeden Regisseur besonders interessant. „Das ist das, was mich besonders reizt. Die Umkehrung von Lüge und Wahrheit betreibt Shakespeare ja in seinen Stücken ganz oft. Im Sommernachtstraum erfinden sich die Figuren quasi einen Wald, in dem die Dinge erlaubt sind, die sonst nicht erlaubt sind.“ Durch solche theatralen Erfindungen entstünden Wahrheiten und Wahrhaftigkeiten.

„Die Komik des Stücks“, ergänzt Blase, „entwickelt sich ganz unterschiedlich. Bei den Handwerkern wird aus dem offensichtlichen Scheitern eine reine Clownskomik, die eine fast berührende Unschuld beinhaltet. Bei den Liebespaaren entsteht sie aus der Liebesblindheit.“ Auf eine bestimmte Zeit will sich Regisseur Brandes in seiner Inszenierung nicht festlegen lassen. „Das Stück hat etwas Märchenhaftes und so soll es auch bleiben.“ Da ist der Puck weniger ein Schalk, der sich einen Spaß macht, sondern mit gewisser Boshaftigkeit und mit Songs über gescheiterte Liebe das Geschehen genüsslich immer wieder anstößt. Ein kurzweiliger Abend scheint da garantiert.

Von Hartmut Jakubowsky