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Celle Stadt Sieben Institutionen schmieden Allianz für Fachkräfte
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sieben Institutionen schmieden Allianz für Fachkräfte
14:40 07.02.2014
Von Oliver Gatz
Mit diversen Initiativen wollen die Allianzpartner den Fachkräftebedarf sichern.
Celle Stadt

„Die mittelständische Wirtschaft im ländlichen Raum steht vor einer großen Herausforderung, der sie nur langfristig, strategisch und kooperativ begegnen kann“, sagt Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg. Deshalb werde die Allianz neue Zielgruppen und Wege für Aus- und Weiterbildung erschließen und gemeinsame Projekte umsetzen.

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen müsse weiter erhöht werden, gleichzeitig sei es wichtig, mehr für die überregionale Rekrutierung von Fachkräften zu unternehmen, ergänzt Bernd Wiechel, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Nordostniedersachsen: „Es gilt, Kräfte zu bündeln, um gemeinsame Ziele schneller und besser zu erreichen.“ Norbert Bünten, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, macht deutlich: „Gemeinsam werben wir auch für gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen. Denn diese sind ein wichtiger Baustein für die langfristige Nachwuchssicherung in den Unternehmen.“

Corinna Feltz-von Einem, Leiterin der Celler Arbeitsagentur bekräftigt, man wolle sich gegenseitig stärker als Multiplikatoren nutzen, um sinnvolle Angebote an die jeweilige Zielgruppe herantragen zu können. Der Chef der Arbeitsagentur Lüneburg-Uelzen Bernd Passier fügt hinzu: „Neben gemeinsamen Projekten geht es uns um eine bessere Koordination.“

Erste Projekte der Allianz werden bereits umgesetzt: So engagieren sich die Partner dafür, mehr jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss betriebsnahe Umschulungen anzubieten. In einem Pilotversuch erproben die IHK, die Handwerkskammer und die Arbeitsagenturen, ob jungen Arbeitslosen ohne Berufsabschluss durch berufliche Teilqualifikationen ein verbesserter Übergang in eine Berufsausbildung oder ein normales Beschäftigungsverhältnis gelingt.

Aber auch Studenten nehmen die Allianzpartner ins Visier: Ihnen sollen die Beschäftigungschancen in regionalen Betrieben zukünftig besser aufgezeigt werden, Studienabbrecher gezielt für verkürzte Berufsausbildungen und anschließende Aufstiegsqualifikationen gewonnen werden. Die bereits bestehenden Kooperationen bei den Themen betriebliches Gesundheitsmanagement und Familienfreundlichkeit wollen die Partner intensivieren.