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Celle Stadt Silberkabinett: Celler Ausstellung erstrahlt in neuem Glanz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Silberkabinett: Celler Ausstellung erstrahlt in neuem Glanz
18:29 04.06.2018
„Es ist ein kleines Fenster in der Residenzgeschichte“, sagte Museumsleiterin Juliane Schmieglitz-Otten (Zweite von rechts) bei der Vorbesichtigung mit den Sponsoren. Historische Leuchter, Kaffeekannen und weitere Silberarbeiten sind im Residenzmuseum nach mehrmonatiger Umgestaltung wieder zugänglich. Quelle: Birgit Stephani / Hauke-Christian Dittrich (2) / Fotostudio Loeper (2)
Celle Stadt

Schon am Freitag überzeugten sich Vorstandsmitglied Bernd Müntz, Niederlassungsleiter Gerd Zeppei und Regionaldirektor Lars Runge vom neuen Glanz, in dem Celles Silber ab sofort präsentiert werden kann.

Bei den ausgestellten Stücken handelt es sich nicht um das Silber der Celler Fürsten, wie vielfach vermutet wird. Die Ausstellung zeigt vielmehr die Vielfalt der Silberarbeiten Celler Goldschmiede. „Es ist ein kleines Fenster in der Residenzgeschichte“, sagte Museumsleiterin Juliane Schmieglitz-Otten bei der Vorbesichtigung mit den Sponsoren.

Im Umkreis der Celler Welfenresidenz siedelten sich einst zahlreiche Gold- und Silberschmiede an. Sie arbeiteten für den Hof, die Kirche und für wohlhabende private Auftraggeber im Adel und Bürgertum. Nach dem wirtschaftlichen Einschnittdurch das Ende der Residenz 1705 produzierten sie weiter in hoher Qualität für den hiesigen Adel und den Hof in Hannover.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert sammelt das Bomann-Museum Celler Silber, um das herausragende Niveau der hiesigen Silberschmiedearbeiten zu dokumentieren. Vermehrt wurde diese Sammlung durch private Schenkungen, insbesondere von dem Ehepaar Lieselotte und Ernest Tansey. Daraus entstand eine hochkarätige Sammlung, innerhalb der der silberne Tafelaufsatz von Georg Carl Brenner aus dem 18. Jahrhundert ein besonderes Glanzlicht darstellt. Das größte Stück der Sammlung bildete einst den Mittelpunkt festlicher Tafeln.

Im Laufe des Jahres konnte das Silberkabinett im Celler Schloss neu eingerichtet werden. „Wir haben ein ganz neues Beleuchtungssystem installieren können, das eine gewisse „Schatzkammer-Atmosphäre“ ermöglicht, dazu sind alle Vitrinen innen mit neuen Stoffen bezogen und umgestaltet worden. Vor allem aber haben wir bisher nicht gezeigte Schätze aus dem Depot geholt und präsentieren Neuerwerbungen“, so Schmieglitz-Otten. Gemeinsam mit Stella Kohlstedt, Volontärin am Residenzmuseum, sowie Restauratorin Nicole Bogdahn, ist sie für das Projekt verantwortlich.

Künftig erfahren Besucher nicht nur etwas über die Formen, Funktionen und Meister der Silberarbeiten, sondern erhalten darüber hinaus auch Einblicke in die handwerk-liche Produktion. Dazu hat auch die Celler Goldschmiede Bade beigetragen, indem sie die Fertigungsstufen einer Silberschale sowie dazugehöriges Werkzeug zur Verfügung stellte.

Der Eröffnungstag stand ganz im Zeichen des Silbers: So konnten die Besucher ihre eigenen „Silberschätze“ mit ins Museum bringen, um diese von dem Kunstsachverständigen Klaus-Dieter Müller fachlich begutachten und schätzen zu lassen. Die beiden Kuratorinnen standen als Ansprechpersonen an diesem Tag zur Verfügung und boten da-rüber hinaus zwei Sonderführungen an.

Auch das weitere Vortragsprogramm des Residenzmuseums steht in diesem Jahr unter dem Oberthema „Silber“: Am 25. September, 9. Oktober und 7. November stellen verschiedene Referenten im Rittersaal des Celler Schlosses Silberschätze aus dem Grünen Gewölbe, der Celler Silberkammer und den Hildesheimer Silberfund vor.

Von Birgit Stephani

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