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Celle Stadt Skepsis bei Plänen zu Schienen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Skepsis bei Plänen zu Schienen
16:56 04.09.2013
Züge auf der Fahrt nach Beckedorf könnten demnächst - wieder häufiger zu sehen sein, wenn die Landesregierung - die Strecke wieder für den Personenverkehr herichten will. Quelle: Tore Harmening
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Vor einigen Wochen hatte der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) verkündet, dass sich die Verbesserung des Schienenpersonenverkehrs vorgenommen hat. Der Verkehrsminister hat einen Fahrplan für die Reaktivierung von Bahnstrecken in Niedersachsen vorgestellt.

In der Prüfung von 58 Bahntrassen, sind unter anderem die Strecken von Celle über Bergen nach Soltau Süd als auch die von Beckedorf über Müden in Richtung Munster. Bis 2014 soll es eine Untersuchung geben, welche in Frage kommen. Das Land würde dann 75 Prozent der Investitionskosten übernehmen, die Unterhaltung später beim Aufgabenträger liegen.

In Bergen hatten die Grünen eine solche Reaktivierung schon einmal 2012 gefordert. Doch angesichts von geschätzten Kosten von rund 20 Millionen Euro alleine um die Strecke zwischen Bergen und Celle für Personenverkehr fit zu machen, schien es doch illusorisch. Das hat sich mit der Ankündigung des Landes relativiert und auch in den anderen Celler Gemeinden im Norden sind die Verantwortlichen sehr interessiert. „Wir wollen über die Verbindung Kulturraum Oberes Örtzetal unser Interesse deutlich machen”, heißt es unisono von Faßbergs Bürgermeister Hans-Werner Schlitte und seinem Hermannsburger Kollegen Axel Flader.

Die Investitionen, die von kommunaler Seite erbracht werden müssten, sind aber immer noch riesig und der Erste Kreisrat Matthias Krüger ist auch nicht glücklich mit der Ankündigung. Denn wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums bestätigte gibt es derzeit Gespräche, die Landesnahverkehrsmittel in Fünf-Prozent-Schritten dafür umzuverteilen. „Wir finanzieren mit den Regio-Mitteln im Wesentlichen unseren Busverkehr, und da könnten wir auf keinen einzigen Euro verzichten” sagt Krüger.

Es geht nach seinen Angaben um eine Summe von 680.000 Euro jährlich. Würden also fünf Prozent gekürzt, ginge es um eine Summe von 34.000 Euro, die der Kreis anderweitig aufbringen müsste. Allerdings dann pro Schritt und wieviel es geben soll, weiß niemand.

Tore Harmening

Von Tore Harmening