Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Sommerwetter in Celle: So schützen Sie sich vor einem Sonnenbrand
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sommerwetter in Celle: So schützen Sie sich vor einem Sonnenbrand
16:33 20.05.2014
Von Christopher Menge
Hier kommt die Hilfe schon fast zu spät: Wer sich sonnt, sollte sich vornherein gut eincremen und Hautrötungen unbedingt meiden. Quelle: Stephanie Pilick
Celle Stadt

Die Vögel zwitschern, die Sonne lacht vom Himmel, die Laune steigt: Am Mittwoch wird es in Celle richtig warm. Erstmals in diesem Jahr könnte die 30-Grad-Marke geknackt werden. „Wir fühlen uns in der Sonne wohl“, weiß Dr. Ewald Hüls aus dem Allgemeinen Krankenhaus Celle. Doch die Haut sollte vor zu hoher UV-Belastung geschützt werden. Diese Tipps sollten Sie beachten.

Sonnenschutz auftragen: Im Urlaub denken viele daran, im Alltag wird der Sonnenschutz aber oft vergessen. Dabei ist das Auftragen von Sonnenschutzmitteln wichtig, denn die Haut merkt sich jeden Sonnenbrand ein Leben lang. „Empfindliche Hauttypen sollten einen hohen Faktor zwischen 30 und 50 wählen“, rät eine Apothekerin der Celler Schloss-Apotheke, „wenn die Haut vorgebräunt ist oder man ein dunklerer Hauttyp ist, reicht auch ein geringerer Faktor.“ Jeder habe einen individuellen Eigenschutz, erklärt die Expertin. „Vorbräunen im Solarium hilft aber nicht“, betont Hüls.

„Regelmäßig sollte nachgecremt werden“, sagt Verenice Simon von der AOK Niedersachsen, „dadurch erhöht sich der Schutz zwar nicht, aber er bleibt erhalten.“ Das Schutzmittel sollte grundsätzlich 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. „Besonders Stirn, Nasenrücken, Ohren, Lippen, Schultern, Rücken, Brust und Fußrücken sollte man gut eincremen“, sagt Frank Seifert, Pressesprecher der Techniker Krankenkasse Niedersachsen.

Kinder besonders schützen: „Die Haut der Jüngeren ist besonders lichtempfindlich, da der natürliche Schutzmechanismus noch nicht vollständig ausgebildet ist. Kinder können sich nur fünf bis zehn Minuten selbst vor der Sonne schützen“, sagt Seifert. Babys sollten daher gar nicht in die Sonne. „Und auch im Schatten brauchen die Kleinen einen Extra-Schutz“, betont Seifert, „unverzichtbar ist ein Hut mit breiter Krempe mit Nackenschutz.“

Richtige Kleidung wählen: T-Shirts, Shorts und vor allem Hüte bieten einen effektiven Schutz vor UV-Strahlung. „Die Hersteller zeichnen die Kleidung mit der UV-Schutzwirkung aus“, sagt Seifert.

Sonnenbrille aufsetzen: Für viele Celler ist die Sonnenbrille schon allein aus modischen Gründen ein Muss. Ihr eigentlicher Zweck ist es aber, die Augen vor der schädlichen UV-Strahlung zu schützen. „Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Gläser einen 100-prozentigen UV-Filter haben“, sagt Seifert.

Mehr trinken: Dr. Hüls rät, zwischen einem halben und einem Liter mehr Wasser zu trinken, wenn man ein Sonnenbad nimmt. „Der Körper braucht die Flüssigkeit“, so der Arzt.

Nicht zu viel Sonne tanken: „Wie bei vielen Sachen ist Maßhalten wichtig“, sagt Hüls, „zu viel Sonne lässt die Haut schneller altern. Bei exzessiven Sonnenbäder steigt außerdem das Hautkrebsrisiko exponentiell an.“ Daher sollte man nicht zu lange in der Sonne liegen. Spätestens wenn man eine Erwärmung der Haut feststellt, sollte man aus der Sonne gehen. „Das Gefährliche am Meer ist, dass man das durch den Wind oft zu spät merkt“, sagt die Celler Apothekerin.

Mittagssonne meiden: „In der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am höchsten“, sagt Seifert, „zwischen 11 und 15 Uhr sollte man nicht in die Sonne gehen.“