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Celle Stadt "Spätes Echo": Verstorbene Adelheidsdorferin gewährt Einblicke in NS-Zeit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Spätes Echo": Verstorbene Adelheidsdorferin gewährt Einblicke in NS-Zeit
18:29 28.11.2014
Von Simon Ziegler
"Spätes Echo": Adelheidsdorferin bringt Buch ihrer Mutter heraus Frau Stark Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Ihre Kinder wollten schon damals, dass die Lebensgeschichte ihrer Mutter unbedingt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, da das Buch „aufschlussreiche Einblicke in Ruth Bulwins Jugend im Berlin der NS-Zeit, stellvertretend für die damalige junge Generation", gewähre.

Ruth Bulwin landete nach mehreren Zwischenstationen, die alle in dem Buch beschrieben sind, mit ihrer Familie in Adelheidsdorf. Dort lebte sie seit 1947. Bulwin arbeitete einige Jahre am Oberlandesgericht Celle, 2009 verstarb sie mit fast 87 Jahren.

Zur Veröffentlichung von „Spätes Echo" kam es, nachdem Brigitte Stark Kontakt zum Persimplex Verlag in Wismar aufgenommen hatte. Dort wurde das Buch in diesem Monat als gebundene Ausgabe mit sehr vielen Originalfotos herausgebracht. Bei Amazon schreibt der Historiker Professor Konrad Jarausch: „Ursprünglich nur für die Familie gedacht, ist dies ein aufschlussreicher Lebensbericht über die Hoffnungen und Enttäuschungen eines Mitglieds der BdM-Generation (BdM steht für "Bund deutscher Mädel", das weibliche Gegenstück zur Hitlerjugend). In ungekünstelter Sprache schildert Ruth Bulwin ihre eigene Entwicklung im Dritten Reich und der Nachkriegszeit in einer Weise, die weitgehend typisch für viele Schicksale ihrer Alterskohorte ist." Das Buch kostet 16,20 Euro, ISBN 978-3864401428.