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Celle Stadt Sparsamer Auftakt für E-Mobilität in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sparsamer Auftakt für E-Mobilität in Celle
19:54 12.11.2014
Von Gunther Meinrenken
Berthold Winkel ist zuständig für E-Technik im Fachdienst Hochbau und Gebäudewirtschaft. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

2050 soll der gesamte Energiebedarf für Strom, Wärme und Mobilität in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Elektromobilität. Doch auf dem Weg dahin kommen die E-Autos nur sehr langsam voran. Das lässt sich aus der Bilanz ablesen, die die Kommunen in der Metropolregion nun vorgelegt haben. Im Schnitt haben die Volkswagen e-up dabei gerade einmal 3333 Kilometer im Jahr zurückgelegt und sind weit davon entfernt, die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in den kommunalen Fuhrparks zu ersetzen.

Insgesamt haben über 80 Kommunen in der Metropolregion 150 Elektrofahrzeuge in Betrieb. Innerhalb eines Jahres haben sie 500.000 Kilometer zurückgelegt. In Celle hat die Stadt zwei Fahrzeuge im Einsatz. Eines für den Fachdienst Grundstücks- und Gebäudewirtschaft und ein weiteres für den Bauhof. Kilometerbilanz: 3945 beziehungsweise 3300 Kilometer. Zwei E-Autos haben zudem die Stadtwerke. Sie sind in den zurückliegenden zwölf Monaten 1849 und 1898 Kilometer gefahren. Macht zusammen etwa 11.000 Kilometer. Das fahren Geschäftsmänner mit einem Auto locker in einem Monat.

In der Metropolregion bewertet man die Startphase dennoch positiv. „Die Volkswagen e-up haben etwa 30.000 Liter Benzin eingespart und damit den CO2-Ausstoß um etwa 30 Tonnen vermindert“, stellt Sabine Flores, Geschäftsführerin des Vereins Kommunen in der Metropolregion, fest. Außerdem seien die kommunalen Fahrzeuge meistens nur auf Kurzstrecken im Stadtverkehr im Einsatz. Es gebe allerdings auch einzelne Fahrzeuge, die eine Laufleistung von 12.000 Kilometer absolviert haben.

Das kommunale Engagement soll noch weiter ausgebaut werden. Es zeichnet sich allerdings ein Problem ab. Ohne Förderung durch das Programm „Schaufenster Elektromobilität“ sind die E-Autos nicht konkurrenzfähig. Das deutet Stadtsprecherin Myriam Meißner an. „Wirtschaftlich rechnet sich der Einsatz für die Stadtverwaltung nur, wenn die Subventionen für E-Mobilität seitens des Bundes weiterhin so fließen wie bisher“, so Meißner. Doch die Unterstützung der Bundesregierung ist vorerst nur bis zum ersten Quartal 2016 geplant.

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Vereins Kommunen in der Metropolregion im Neuen Rathaus in Hannover wurde Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende als Vorsitzender bestätigt. Er wurde für zwei Jahre gewählt.

Gunther Meinrenken