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Celle Stadt Sponsoren für Deutschkurse im Celler Mehrgenerationenhaus gesucht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sponsoren für Deutschkurse im Celler Mehrgenerationenhaus gesucht
15:46 09.05.2014
Von Oliver Gatz
Multikulturell geht es in den Deutschkursen unter Leitung von Brigitta Krebs-Heybey (rechts) zu. 
Celle Stadt

Ein Angebot liegt ihr besonders am Herzen, das auszulaufen droht: Deutschkurse für ausländische Frauen. Über Jahre hat der Verein für Internationale Jugendarbeit diese Gesprächskreise finanziert. Doch Ende 2013 war damit Schluss. Der Verein hatte Stumpf mitgeteilt, dass eine weitere Förderung – 500 Euro pro Kursus – nicht mehr infrage komme.

Vier bis fünf solcher Deutschkurse pro Jahr hatte das Mehrgenerationenhaus bisher als niedrigschwelliges Angebot in seinem Programm. Dank einer Spende des Lions Clubs Celle konnten in diesem Jahr bereits zwei Gesprächskreise unter der Leitung von Brigitta Krebs-Heybey auf die Beine gestellt werden. Für mehr reichte das Geld nicht. Nun versucht Stumpf, über Spenden und Sponsoren drei weitere Kurse zu verwirklichen.

Ein derzeit noch laufender Gesprächskreis in deutscher Sprache für ausländische Frauen, der anonym finanziert wurde, läuft Ende Mai aus. Die Runde trifft sich noch am 14., 21. und 28. Mai jeweils von 9 bis 13 Uhr inn der Fritzenwiese 46. Informationen unter ☏ (05141) 279155.

Zugunsten des Mehrgenerationenhauses findet am 21. Mai in der Einrichtung von 16 bis 20 Uhr ein Basar von Frauen für Frauen statt, den der Deutsch-polnische Kulturkreis organisiert. Eine weitere Veranstaltung ist das Sommerfest am 4. Juni ab 16.30 Uhr, bei dem sich Familien und Wunschgroßeltern kennenlernen können.

Im Rahmen der Deutschkurse für ausländische Frauen fand auch in diesem Jahr wieder ein interkulturelles Frühstück statt. Dazu trafen sich am 2. April mehr als 50 Frauen, Männer und Kinder im Mehrgenerationenhaus. Die Teilnehmer stammten aus Ländern wie Afghanistan, China, Weißrussland, Tunesien, Vietnam, Iran, Malaysia oder Russland. Es kamen aber auch viele deutsche Besucher.

Jeder brachte für das Buffet etwas Typisches aus seiner Heimat mit. "Es wurde aber nicht nur gefrühstückt", berichtet Stumpf. "Die Teilnehmerinnen hatten im Unterricht bei Brigitta Krebs-Heybey von ihrem Heimatland Collagen angefertigt und stellten ihr Land vor." Außerdem sei gesungen und getanzt worden. "Diese Veranstaltung war gelebte Integration", betont die Vorsitzende.