Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Staatsorchester und Chor in Celler Union in Bestform
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Staatsorchester und Chor in Celler Union in Bestform
11:44 15.06.2018
Unter der Leitung von Srba Dinic (kleines Foto) spielte das Staatsorchester Braunschweigin der Celler Congress Union Beethovens Neunte. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Was dort technisch und in der Klangqualität zumeist selbstverständlich ist, das verlangt von den Braunschweigern dann doch mehr Konzentration. Während die Hamburger die grundsätzlichen Abläufe eines solchen Werkes einfach abrufbar haben, so müssen die Braunschweiger Musiker ein wenig über sich hinauswachsen, wenn sie diese Musik auf hohem Niveau darbieten wollen.

Und genau das passierte denn auch an diesem Abend: Das Braunschweiger Orchester zeigte sich von seiner besten Seite, aber man merkte eben vom ersten Ton an, dass dieses Stück eine Herausforderung ist. Während die Hamburger am Tag vorher im Spiel immer locker und frei wirkten, so waren die Musiker aus der Löwenstadt ständig damit befasst, richtig zu spielen. Und wer permament damit zu tun hat, ein Stück gut zu bewältigen, der hat eben nicht so viel geistige Kapazitäten frei für die Gestaltung. Jeder, der selbst Musik macht, kennt dieses Phänomen.

Während Poschner in Hamburg bereits fast auf dem Niveau des Gestaltens mit dem Proben anfangen konnte, dabei aber gar nicht mehr so arg viel erreicht hat, so musste Dinic erst einmal sehen, dass er sein Orchester unfallfrei durch die Partitur führt, um es überhaupt erst dahin zu bringen, wo Gestaltung und das natürliche Klangwerdenlassen anfängt. Genau das aber machte Dinic hervorragend: Er scheint ein idealer Orchestererzieher in alter deutscher Kapellmeistertradition zu sein. Und er ist spürbar ein leidenschaftlicher Vollblutmusiker. Auch wenn man ihm das nicht so ansieht, wie seinem Kollegen. Und sein Orchester samt Chor haben sich an diesem Abend in eine Bestform gesteigert. So entstand eine zwingende Interpretation. Da war es schon berechtigt, dass das bekanntermaßen grundsätzlich eher zurückhaltende Celler Publikum sehr angetan war von der Wiedergabe.

Wie gut, dass man eben nicht wegen jedes Wunsches klassische Sinfonik zu hören nach Hamburg fahren muss, sondern diese auch vor Ort auf sehr hörenswertem Niveau erleben kann. Man muss sich nur fragen, warum das Braunschweiger Orchester hier ganz auf eigenes Risiko seine Konzertreihe anbietet und von der Stadt keinerlei Unterstützung erhält. Die Braunschweiger müssen nicht in Celle spielen, sie machen das aber gerne. Man kann nur hoffen, dass sie nicht irgendwann sagen, dass es das nun war mit „Freude schöner Götterfunken“ in Celle.

Von Reinald Hanke

Wer rettet künftig Leben im Landkreis Celle? Über eine Ausschreibung soll ein neuer Rettungsdienst gesucht werden, bei dem sich auch die bewährten Anbieter bewerben. Allerdings werden sie dabei quasi wie Neulinge behandelt und müssen sich genauso wie alle anderen Interessenten behaupten.

Christian Link 15.06.2018

Die Koffer sind bereits gepackt, der Wagen voll getankt. Eigentlich könnte es jetzt direkt in den Urlaub gehen, wenn da nicht das Haustier wäre.

Audrey-Lynn Struck 14.06.2018

Lautes Fahrradklingeln schallt die Harburger Straße entlang. Begeistert klatschen die Schüler der Grundschule Hehlentor die ankommenden Viertklässler auf ihren Fahrrädern ab.

Audrey-Lynn Struck 14.06.2018