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Celle Stadt Stadt Celle erhöht Sanierungszuschüsse
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt Celle erhöht Sanierungszuschüsse
20:47 26.02.2015
Von Michael Ende
In der Celler Altstadt gibt es mehr als genug Dächer, die gedämmt werden müssten: Die Stadt erhöht jetzt ihre Zuschüsse. Quelle: Lothar H. Bluhm
Celle Stadt

Neue, wirksame Impulse setzen will die Stadt Celle, nachdem sie im Sanierungsgebiet Altstadt im Rahmen des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ die Regie übernommen hat. Das soll nicht nur durch verbesserten Service und Beratung sowie direkteren Kontakt mit den City-Hausbesitzern geschehen, sondern auch durch die Verstärkung finanzieller Anreize.

Bisher werden im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der Modernisierungs- und Instandsetzungsvorhaben im Sanierungsgebiet Altstadt 40 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens jedoch 75.000 Euro von der Stadt übernommen. Es habe sich herausgestellt, dass dieser maximale Fördersatz noch deutlich zu gering sei, sagte Stadtbaurat Ulrich Kinder jetzt in der Sitzung des städtischen Bauausschusses: „Wir führen viele Gespräche, aber wir haben bisher noch nicht genug Eigentümer zu Modernisierungen motivieren können.“ Wenn man die Bereitschaft zu Investitionen in die alte Bausubstanz der Innenstadt erhöhen wolle, müsse die Förderung großzügiger ausfallen.

Im Rahmen des Städtebauförderprogramms des Bundes und der Länder können Fördermittel für einzelne Vorhaben vergeben werden, die bei der Sicherung erhaltenswerter Gebäude, historischer Ensembles oder sonstiger baulicher Anlagen von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung sind. „Bei diesen Vorhaben ist der planerische und bauliche Aufwand kostenmäßig deutlich höher als bei Neubauten“, erläuterte Kinder. Deshalb solle man die Förderung „in einem ersten Schritt“ auf höchstens 100.000 Euro erhöhen. Weiter sollten Modernisierungs-Voruntersuchungen künftig pauschal mit 70 Prozent gefördert werden. Hier liegt die Grenze bisher bei 5000 Euro.

Derzeit seien acht Voruntersuchungen zu Haussanierungen in Arbeit, so Kinder: „Wir wollen Akzente setzen und eine positive Entwicklung anschieben.“ Joachim Falkenhagen (FDP) sagte, dass Sanierungen dringend nötig seien: „Hinter den Altstadt-Fassaden sieht es zum Teil schlimm aus.“ Hartmut Cewe (Unabhängige) meinte, der Impuls falle noch nicht stark genug aus: „Warum machen wir nicht richtig ein Fass auf und erhöhen die Förder-Obergrenze gleich auf 200.000 Euro?“ Inga Marks (SPD) hielt dagegen: „Wir können nicht drei Häuser vergolden, und der Rest sieht schäbig aus.“ Kinder nickte: „Wir wollen auch eine Breitenwirkung erzielen.“

Der Ausschuss einigte sich auf die 100.000er-Grenze. Das sei ein ansehnlicher Betrag, betonte Kinder: „Für Leute, die nicht mal eben 100.000 Euro in der Portokasse haben, ist das eine Menge Geld – und dazu gibt’s die noch von der Stadt geschenkt. Das ist doch was.“