Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Stadt Celle flickt Straßen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt Celle flickt Straßen
22:05 05.05.2015
Von Michael Ende
Flickwerk: Für umfassende Straßensanierungen fehlt der Stadt Celle das Geld. Quelle: Uwe Zucchi
Celle Stadt

Risse, Beulen, Dellen, Löcher überall – eigentlich wäre so ziemlich jede einzelne Straße in Celle reif für Ausbesserungsarbeiten. Doch in Zeiten knapper Kassen könne die Kommune sich nur Flickwerk leisten und die allerschlimmsten Missstände auf ausgesuchten Schlaglochpisten beseitigen, sagt der städtische Pressesprecher Wolfgang Fischer. Jetzt würden wieder Winterschäden beseitigt. 100.000 Euro stünden dafür zur Verfügung, so Fischer.

Ziel der nun anlaufenden Arbeiten sei es, die Straßen gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen, was ihre Lebensdauer deutlich erhöhe, so Fischer: „Die betroffenen Fahrbahnen werden mit einem Erdharz enthaltenden Bindemittel angespritzt und danach mit Splitt abgestreut. Das Material wird durch den rollenden Verkehr in die Oberfläche eingefahren. Was liegen bleibt, wird später abgefegt.“ Abhängig von Witterung und Verkehrsbelastung geschehe dies nach zwei bis vier Wochen.

Der schnelle Einbau in maximal zwei Arbeitsgängen und der minimale Ressourcenverbrauch machten diese Methode zu einer sehr wirtschaftlichen Form der Erhaltung. Ein weiterer Vorteil: Eine so behandelte Straße kann sofort nach dem Einbau für den Verkehr freigegeben werden. „Durch hohe Sommertemperaturen kann es in der ersten Zeit an einzelnen Stellen vorkommen, dass das Bindemittel nach oben tritt und klebrige Stellen verursacht. Das ist häufig an Grundstückszufahrten und Einmündungen der Fall, da die Autoreifen dort den Splitt verdrehen“, erläutert Fischer. Deshalb kontrolliere der Fachdienst Grün- und Straßenbetrieb gerade im Sommer die behandelten Straßen häufiger und splitte bei Bedarf nach.

Folgende Straßen beziehungsweise Straßenabschnitte sind betroffen: Burgstraße südlich der Altenceller Schneede, von Haus Nummer 113 bis zur Brückenrampe, Steinfurth, Uferstraße, Altenhäusen, Behrensgasse, Am Waldfriedhof, Malvenweg, Wirtschaftsweg in der Verlängerung Vogelberg, Fuchsberg von Fuhrberger Landstraße bis Waldschmiede, Holzhäusen und Regeberg.

Der Wechsel der Bereiche geschehe je nach Fortschritt der Arbeiten „fließend“, sagt Fischer: „Die betroffenen Bereiche werden durch Halteverbotsschilder angekündigt. In der Regel dauern die Arbeiten jeweils nur einige Stunden.“ Kurzfristige Behinderungen seien nicht auszuschließen: „In den frisch gesplitteten Bereichen sollte die Geschwindigkeit angepasst werden.“