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Celle Stadt Stadt Celle gibt Jugendhilfe-Bereich an Kreis ab
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt Celle gibt Jugendhilfe-Bereich an Kreis ab
15:29 01.02.2018
Von Michael Ende
Quelle: Ingo Misiak
Celle Stadt

Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) bemängelte, dass es seit Jahren im sozialen Bereich keine richtungweisenden politischen Impulse gegeben habe: "Stattdessen Flickwerk, Gewurschtel und Polemik. Verharren auf dem Althergebrachten, Ignorieren der massiven Probleme, in denen wir stecken und Täuschung der Öffentlichkeit, indem man so tut, als sei alles okay." Es sei höchste Zeit, angesichts von 273 Millionen Euro Schulden das Ruder herum zu werfen und Entscheidungen zu treffen – auch welche, die weh täten, so Nigge: "Wer verzweifelt das Alte bewahrt, schadet diesem am meisten.

Die Stadt werde auch weiterhin die Jugendhilfe maßgeblich mitgestalten können, sagte Nigge: "Wir werden die gesamten freiwilligen Aufgaben im Bereich der Jugendpflege von über zwei Millionen Euro fortführen." Darunter fielen etwa Jugendclubs und Stadtteilmanagements: "Auch die Kitas mit einem Volumen von etwa elf Millionen Euro behalten wir bei uns, weil ich glaube, dass wir hier tatsächlich steuern können. Es kann also keine Rede davon sein, dass wir nur sparen, ganz im Gegenteil: Wir gestalten auch weiterhin."

Inga Marks (SPD) war völlig anderer Meinung: "Celle spart sich kaputt, reißt gestrauchelten Jugendlichen oder Kindern aus prekären Verhältnissen den Boden unter den Füßen weg, die Möglichkeiten eines geschützten Raumes gibt’s dann nicht mehr." Die Entscheidungen über die Stadt würden zukünftig im Landkreis-Komplex an der Trift getroffen. "Die Strategie heißt nicht sparen, sondern abschaffen: Celle schafft sich ab."

Der Rat der Stadt habe schon "eine Menge Unheil angerichtet", sagte Juliane Schrader (Grüne): "Zum Beispiel die Eindampfung der Energieversorgung durch die Stadtwerke. Jetzt ist es ein richtiger Kraftakt, diese Sparte wieder auf gesunde Beine zu stellen. Ein weiteres Beispiel: die Übertragung des ÖPNV an den Landkreis." Hier heiße es jetzt nur noch „wünsch dir was“ oder „bezahlt dafür“.

Behiye Uca (Linke) kritisierte, dass das Oberzentrum Celle bei der Jugend "künftig in einer Liga mit Hambühren" spielen werde. "Sie denken betriebswirtschaftlich - wir denken gemeinwohlorientiert", sagte Bernd Zobel (Grüne) in Richtung CDU.

Harald Range (FDP) formulierte, was die Mehrheit im Rat zu Abgabe der Jugendhilfe bewog: "Wenn Du etwas loslässt, dann hast Du zwei Hände frei – so lautet eine chinesische Weisheit." Auf die Politik warteten Herausforderungen in den Bereichen der Finanzierung von Kindertagesstätten und der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen: "Dafür brauchen wir die freiwerdende zweite Hand dringend."

Am kommenden Wochenende wird es auf der Bühne der Lobetalarbeit in Wietzenbruch turbulent und witzig, wenn die „Kirchenmäuse“ die Komödie „Ein Schlüssel für zwei“ aufführen.

Michael Ende 01.02.2018

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Michael Ende 01.02.2018

Die aufregende Zeit auf der Grünen Woche in Berlin geht nun für die Schülerinnen der Albrecht-Thaer-Schule Celle zu Ende. Mit viel Eifer, Freude und Tatendrang waren die jungen Frauen im Hofcafé, KräuThaer-Laden oder Messekindergarten im Einsatz.

01.02.2018