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Celle Stadt Stadt Celle setzt auf Studienzentrum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt Celle setzt auf Studienzentrum
15:37 16.01.2017
Von Michael Ende
Quelle: Thomas
Celle Stadt

Kiron bietet Zuwanderern den Zugang zu Hochschulbildung – mithilfe einer Kombination aus zwei Jahren Online-Studium und einem Jahr Präsenzstudium an einer von 14 Partneruniversitäten. Kiron hat bereits in Berlin, München, Lüneburg und an anderen Standorten ähnliche Zentren wie das für Celle gewünschte eingerichtet.

Ein Studienzentrum sei keine Uni, betonte der städtische Wirtschaftsförderer Thomas Faber. Das Kiron-Projekt in Celle wäre das erste seiner Art, das nicht direkt an eine Uni angegliedert wäre: "Insofern wäre das schon ein Alleinstellungsmerkmal für Celle." Kiron werde allerdings schwerlich allein die ganze Kaserne oder auch nur einen Block füllen, so Faber: "Kiron benötigt fünf bis sieben Raume und eventuell ein paar Nebenräume." Vielleicht könne man das Projekt auch ganz woanders in der Stadt unterbringen.

Anatoli Trenkenschu (AfD) fragte, ob es sinnvoll sei, wenn Celle als Kommune eine "Universität für Flüchtlinge" aufbaue und sich damit auf finanziell "dünnes Eis" begebe.

"Wir wollen den Standort Hohe Wende aufbauen – Konversion muss dort stattfinden", entgegnete Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD). Kiron stelle kein wirtschaftliches Risiko für die Stadt dar, da "vier oder fünf Millionen Euro" von der EU als Anschubfinanzierung des Projekts beantragt seien: "Wir werden Kiron nur dann aufbauen, wenn wir diese Zuschussmittel erhalten. "Dann allerdings hätte man endlich ein "hochschulähnliches" Angebot in Celle, so Mende: "Und damit hätten wir in diesem Bereich den Fuß in der Tür für nächste Schritte."

Faber erläuterte, dass die Stadt sich wünsche, dass EU-Mittel für eine dreijährige Förderphase des Kiron-Studiencenters flössen: "Danach würde sich die Frage stellen, ob das Vorhaben auch ohne Förderung weiter bestehen könnte." Die Rolle der Stadt bestehe darin, "dass wir ein Immobilienangebot machen. Die Frage ist, wie teuer das ist."

Faber will weiter an der "Baustelle" Kiron arbeiten: "Ich hoffe, zum Ende des Jahres etwas Schönes vorlegen zu können."