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Celle Stadt Stadt Celle will Hotel-Angebot "ergänzen"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt Celle will Hotel-Angebot "ergänzen"
17:05 08.07.2014
Von Michael Ende
Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Es gebe gute Gründe dafür, ausgerechnet an der Stelle des ehemaligen Krankenhauses St.-Josef-Stift am Bullenberg ein Hotel zu planen, sagt Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende: „Sowohl die CTM als auch die Lüneburger Heide GmbH teilen uns seit Jahren mit, dass wir in Celle zu wenig Hotelbetten haben. Wenn wir vom Aufschwung der Destination Lüneburger Heide profitieren wollen, müssen wir was tun. Außerdem hat uns die Congress Union den eindeutigen Hinweis gegeben, dass sie eine deutlich höhere Auslastung haben könnte, wenn sie in unmittelbarer Nähe neben dem Fürstenhof noch ein Hotel hätte.“ Gedacht sei an ein Haus der Kategorie „Drei Sterne plus“, so Mende: „Schließlich darf nicht jeder Dienstreisende in einem Fünf-Sterne-Haus absteigen.“

Nichts sei da im wahrsten Sinne nahe liegender als der Noch-Standort des St.-Josef-Stifts, so der OB: „Davon würde unsere Congress Union profitieren, und das würde die Celler Wirtschaft insgesamt beflügeln.“ Dass sich die angestammte Hotellerie gegen diese Planungen stellen könnte, befürchte er nicht, so Mende. Denn: „Das wären ergänzende Hotelbetten – keine Konkurrenz.“ Es hätten sich auch schon potenzielle Investoren gemeldet, die dort einsteigen wollten: „Es gibt mehrere Interessenten, die dort in Kooperation mit der Congress Union Hotellerie entwickeln wollen. Das wollen wir nach Kräften unterstützen.“

„Ich entdecke in Celle eine spannende Ecke nach der nächsten“, so Stadtbaurat Ulrich Kinder. Mit einer solchen Klinik-Nachnutzung könne man seit langer Zeit bekannte Defizite aus der Welt schaffen: „Wir brauchen ein Hotel, das einen ganzen Kongress aufnehmen kann.“ So könne Celle „noch mehr Kongress-Stadt sein“. Im Bebauungsplan, den man nun aufstellen wolle, solle auch geregelt werden, dass dort ergänzend Wohnbebauung möglich sein solle.

„Das Konzept wollen wir mit den Investoren gemeinsam entwickeln“, sagt Celles Stadtplaner Wolfgang Schucht. Ein Bebauungsplan sei notwendig, weil man den Entwicklungsrahmen für ein ganzes Stadtquartier abstecken wolle: „Dass dieser Prozess politisch begleitet wird, und dass es gleich mehrfach eine Bürgerbeteiligung geben wird, versteht sich von selbst.“

Die Frage, wie lange es dauern werde, bis an der Stelle des St.-Josef-Stifts ein Hotel seine Pforten öffne, könne man heute eben so wenig beantworten wie die, ob ein Investor nur Teile oder den ganzen Klinik-Komplex abreißen wolle, so Mende: „Da sind viele Varianten denkbar.“ Denkmalgeschützt sei das alte Krankenhaus jedenfalls nicht.