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Celle Stadt Stadt baut Radweg auf der alten Bahnstrecke Celle-Wahnebergen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt baut Radweg auf der alten Bahnstrecke Celle-Wahnebergen
18:53 21.05.2014
Von Gunther Meinrenken
Verfallene Eisenbahnbrücke biem Abenteurspielplatz Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Wer bei sonnigen Temperaturen wie gestern mit seinen Kindern zum Abenteuerspielplatz der Lobetalarbeit fährt, dürfte kaum noch einen freien Parkplatz finden. Meist sind die Stellflächen auf dem Gelände der Behinderteneinrichtung restlos zugeparkt. Diese Situation soll in den kommenden Monaten entspannt werden. Die Stadt plant den Bau von zusätzlich etwa 200 Stellplätzen im Bereich der Kanaltrift, aber noch in der Nähe des Abenteuerspielplatzes. Der neue Parkplatz ist Teil eines anderen Projekts: dem Bau eines Radweges auf dem Bahndamm der ehemaligen Strecke Celle-Wahnebergen.

Schon vor Jahren hatte das Neue Rathaus den Radweg auf der Agenda, doch der Bau war immer wieder verschoben worden. Nach den Sommerferien sollen die Bauarbeiten nun beginnen. Die Strecke soll dann von der Kanaltrift bis zur Straße „An der Hasenbahn“ führen. Angebunden wird auch die Marienwerderallee. Die Kosten belaufen sich auf etwa 230.000 Euro. Die ehemalige Bahntrasse hat die Stadt bereits erworben.

Bei der Lobetalarbeit ist man sehr zufrieden über diese Entwicklung. „Etwa 15.000 Gäste besuchen den Abenteuerspielplatz pro Jahr. Bisher konnten diejenigen, die mit dem Auto kamen, den Platz nur über das Gelände der Lobetalarbeit erreichen. Die Parkplätze reichten oft nicht aus. Mit dem Bau des neuen Parkplatzes an der Kanaltrift erhoffen wir uns eine deutliche Entspannung“, sagte Lobetal-Pressesprecher Markus Weyel. Dies gelte nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Bewohner, die in unmittelbarer Nähe zum Abenteuerspielplatz lebten.

Doch mit dem Radweg lösen die Verkehrsplaner im Neuen Rathauses auch noch ein anderes Problem. Seit Jahren wird von der Politik und von Rettungsdiensten eine Notumfahrung der Fuhrberger Landstraße gefordert. Sollte die Verbindung wegen eines Unfalls oder unvorhergesehenen Staus nicht befahrbar sein, kommen die Einsatzkräfte bei einem Notfall nicht nach Wietzenbruch.

Diese Notumfahrung soll in Teilen über den geplanten Radweg erfolgen. Dieser wird daher eine Breite von 3,50 Meter erhalten. Und: „Diese Lösung wird möglich, da die vorhandene Stahl-Eisenbahnbrücke zur Aufnahme der Lasten von Rettungs- und Feuerwehrfahrzeugen ausreichend bemessen ist“, hieß es aus dem Neuen Rathaus.