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Celle Stadt Stadt hat Silbersee verkauft
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt hat Silbersee verkauft
15:56 03.12.2018
Von Michael Ende
Die neue Betreiberin will wieder Schwung in die veraltete Infrastruktur des vernachlässigten Campingplatzes bringen. Quelle: Oliver Knoblich
Vorwerk

Beschlossen wurde der Silbersee-Verkauf wie bei derlei Immobiliengeschäften üblich hinter verschlossenen Türen in einer nicht öffentlichen Ratssitzung. Die neue Besitzerin Sabine Födisch-Rüstig möchte das Gelände, das im Laufe von Jahrzehnten so zugemüllt und heruntergekommen war, dass die Stadt es aus Sicherheitsgründen im Mai räumen ließ, wieder in einen modernen Campingplatz mit hoher Aufenthaltsqualität verwandeln.

Campen wieder erlaubt

Dass eine Entscheidung über den Verkauf im Raum stand, konnte schon erahnen, wer zwischen den Zeilen der amtlichen Bekanntmachung las, die die Stadt am Ende November veröffentlicht hatte: "Die Allgemeinverfügung vom 18. Mai, mit der die Nutzung des Campingparks Silbersee untersagt wurde, wird aufgehoben." Damit war die "Ware" Campingplatz wieder intakt und fertig für den Verkauf.

Zehn Interessenten

Als zukünftige Platz-Betreiber beworben hatten sich zehn Interessenten. Einige wollten das Areal kaufen, andere nur von der Stadt pachten. In einer vertraulichen Ratsinformationsveranstaltung hatten sich fünf von ihnen vorgestellt. Fünf Bewerber hatten im Vorfeld aus persönlichen Gründen abgesagt und ihr Angebot zurückgezogen. Die Angebote reichten von einem symbolischen Euro bis 800.000 Euro.

Stadt zugeknöpft

Jetzt bestätigte die Stadt CZ-Informationen, denen zufolge der Kauf am vergangenen Donnerstag unter Dach und Fach gebracht worden sei. "Der Rat der Stadt Celle hat in der jüngsten Sitzung am 29. November den Verkauf des Campingparks Silbersee mehrheitlich beschlossen", so die städtische Pressesprecherin Myriam Meißner. Liegenschaftliche Angelegenheiten unterlägen der Vertraulichkeit: "Entsprechend fiel die Entscheidung im nichtöffentlichen Teil. Von daher können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine näheren Auskünfte erteilen."

Bewohnern Sicherheit geben

Das ist auch nicht nötig, denn die CZ fragte bei Sabine Födisch-Rüstig nach. Und die bestätigte, dass sie nun neue Silbersee-Besitzerin sei. Im Vorfeld des Geschäftes hatten Politiker betont, dass ihnen wichtig sei, dass der Badesee öffentlich zugänglich bleibe, die Dauercamper und Bewohner dort bleiben könnten und eine akzeptable Gastronomie vor Ort sei: "Erste Priorität ist es, die wackligen Verträge der Bewohner mit Erstwohnsitz auf langfristig feste Füße zu stellen und den Menschen Sicherheit zu geben. Dann möchten wir mit dem Aufräumen des Platzes starten."

Betreiberin will nach Vorwerk

Sie selbst wolle nun nach Vorwerk ziehen, so Födisch-Rüstig: "Wir möchten zeitnah auch unseren Wohnsitz auf den Campingplatz verlegen. Dazu müssen wir uns aber noch eine Unterkunft organisieren, da wir der Witwe des ehemaligen Betreibers ein Wohnrecht im Betreiberhaus zugesichert haben. Ende der Woche haben wir einen Abstimmungstermin mit der Stadt, wo wir das weitere Vorgehen besprechen werden."

Rep-Vergangenheit abgehakt

Ihre politische Vergangenheit in einer Partei des rechten Spektrums habe sie abgehakt, so Födisch-Rüstig, die 2017 als stellvertretende Vorsitzende in den Landesvorstand der Republikaner gewählt worden war. Mittlerweile ist sie aus de Partei ausgeschieden. Ihre ehemalige Rep-Mitgliedschaft hatte manche Celler Politiker fürchten lassen, am Silbersee könnte ein "rechter Szenetreffpunkt" entstehen. Im Stadtrat war jetzt aber nicht ihre ehemalige politische Orientierung, sondern letzten Endes ihr höchstes Gebot ausschlaggebend. Födisch-Rüstig: "Wir haben nicht vor, den Campingplatz zu einer politischen Bühne zu machen – ganz im Gegenteil, wir möchten ihn von dem Thema ganz frei halten. Wir haben uns mit dem Campingplatz einen Traum verwirklicht und möchten ihn und auch Celle zu unserem neuen Zuhause machen."

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