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Celle Stadt Stadt prüft Neumarkt-Kreisel
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt prüft Neumarkt-Kreisel
14:28 23.06.2011
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE-ALTSTADT. Warum sollte man Autofahrer, die vom Harburger Berg kommend in die Innenstadt wollen, erst in die Mühlenstraße schicken, damit sie dort kreiseln und zum Nordwall oder in die Hehlentorstraße kommen? Diese Frage beschäftigte am Mittwoch die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses sowie des Ausschusses für Straßenbau und Verkehr. Sie wollen klären lassen, ob mit der Streichung der Ausbau-Pläne für die Richard-Katzenstein-Straße auch die Planungen für einen Kreisel an ihrer Einmündung in die Mühlenstraße obsolet sind. Vieles deutet darauf hin, denn auch die Pläne, von diesem Kreisel aus eine Straße auf die Allerinsel zu bauen, sind endgültig vom Tisch.

Mit Kreisel-Verlegungs-Gedanken trägt sich auch die Verwaltung: Am Rande der Sitzung wurde eine Skizze präsentiert, auf der der Kreisel Richtung Neumarkt gewandert ist und sich dort erstreckt, wo sich heute die Fahrschule Krug befindet. "Nur eine von vielen denkbaren Varianten", hieß es auf Nachfrage dazu. Ist der große Neumarkt tatsächlich zu klein für einen zentralen Kreisverkehr? Diese Frage wollte Heiko Gevers (CDU) geklärt wissen. Bisher habe ein Kreisel auf dem Neumarkt als Ding der Unmöglichkeiten gegolten, sagte Jens Hanssen, städtischer Fachbereichsleiter Straßen, Verkehr und öffentliche Einrichtungen - aber eben nur bisher.

Die bisherigen Verkehrsplanungen der Stadt basierten aus Datenmaterial aus den Jahren 2005 und 2006 und gingen von der Annahme aus, dass ein innerstädtisches Einkaufscenter gebaut würde, so Hanssen: "Auf dieser Grundlage hatten wir errechnet, dass ein Kreisel auf dem Neumarkt nicht leistungsfähig und damit nicht förderungsfähig sein würde." Ausgehend von der neuen Situation komme man gegebenenfalls zu neuen Zahlen: "Dann wäre auf dem Neumarkt eventuell auch eine andere Lösung möglich als die bisher von der Verwaltung angedachte Lichtzeichenanlage." Eine optimale Lösung, die nur Vorteile hat, werden wir in diesem Bereich nicht finden - aber die, die am wenigsten schlecht ist."

Michael Bischof (CDU) regte an, dass man für einen Kreisel auf dem Neumarkt eventuell zusätzlichen Platz schaffen müsste, um so einen wenig attraktiven Kreisel auf der Mühlenstraße in Höhe des Oberlandesgerichts zu vermeiden: "Vielleicht sollte die Stadt am Rand des Neumarkts Immobilien ankaufen, die man dafür abreißen könnte."

Man wolle die Verwaltung beauftragen, ein neues, aktualisiertes Verkehrskonzept zu erstellen, sagte Reinhold Wilhelms (SPD). Und das taten die Ausschüsse auch. Wilhelms: "Wir geben Eckpunkte vor, ohne die Planer zu sehr einengen zu wollen." Zu den Eckpunkten gehört, dass die Richard-Katzenstein-Straße nicht ausgebaut wird. Ein Patt gab es hinsichtlich der Schließung der Hehlentorstraße für den Verkehr: Ein Ausschuss stimmte dafür, der andere dagegen. Eine Entscheidung dürfte in der Ratssitzung fallen, die am Mittwoch, 6. Juli, um 18 Uhr in der Congress Union beginnt.