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Celle Stadt Stadt will Marktgebühren erhöhen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt will Marktgebühren erhöhen
18:02 22.11.2010
Von Gunther Meinrenken
Wochenmarktgebühren Stadt sollen tüchtig erhöht werden Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Die Finanzprobleme der Stadt Celle sind zum Teil hausgemacht. Die Ursache: mangelndes Controlling. Beispiel: die Gebühren und Stromkostenpauschalen der Marktbeschicker. Seit mindestens 2005 hat die Stadt hier zu geringe Beiträge erhoben und will nun nachsteuern.

Im Neuen Rathaus hat man die Erlöse und die Kosten für die Wochenmärkte in den Jahren 2008 und 2009 genauer unter die Lupe genommen. Das ernüchternde Ergebnis: 2008 hat man bei den Gebühren ein Minus von bald 44000 Euro einfahren, 2009 lag die Unterdeckung sogar bei 48500 Euro. Auch beim Strom hat die Stadt draufgezahlt, hat die Stadt die Erhöhung der Energiepreise praktisch selbst getragen. 2008 lag der Differenzbetrag bei etwa 6000 Euro, 2009 sogar bei fast 7600 Euro. Macht zusammen ein Minus von 106100 Euro in nur zwei Jahren. Jetzt, wo der Haushalt immer weiter in die roten Zahlen rutscht, will man sich diese Subventionierung der Wochenmärkte von 40 Prozent nicht mehr leisten.

Die Marktbeschicker werden daher für 2011 und 2012 mit höheren Gebühren rechnen müssen. Zum ersten Mal werden die drei Märkte in der Heese, auf dem Westmarkt und auf der Stechbahn unterschieden. Für letzteren plant die Verwaltung, die Gebühren beispielsweise für zwei Markttage von 132 Euro je Meter und Jahr zuerst auf 159 Euro und in 2012 auf 182 Euro zu erhöhen. Die Marktbeschicker auf dem Westmarkt kommen hingegen deutlich günstiger davon, da hier die Stadt wesentlich geringere Kosten hat. So reduziert sich hier die Gebühr für zwei Markttage von 132 Euro je Meter und Jahr in 2011 auf 53 Euro. 2012 soll sie dann auf 60,80 Euro angehoben werden.

Sollen künftig die Stromkosten komplett von den Marktbeschickern getragen werden, so hält die Stadt an der Subventionierung der Marktbeschicker fest – nur in geringerem Umfang. „An den Wochenmärkten besteht ein öffentliches Interesse, das bei der Gebührenkalkulation zu berücksichtigen ist. Die Wochenmärkte dienen als Anziehungspunkt der Versorgung der Bürger, so dass eine angemessene Subvention möglich wäre, allerdings nicht in der bisherigen Größenordnung“, heißt es in der Vorlage. Eine Kostendeckung, so fürchtet man im Neuen Rathaus, würde zu einer Verringerung der Marktbeschicker führen. Daher sollen die Gebühren in 2011 auf einen Deckungsgrad von 70 Prozent und 2012 auf einen Deckungsgrad von 80 Prozent angehoben werden.

Umweltausschuss: Die Sitzung des Umweltausschusses findet heute, 17 Uhr, im Neuen Rathaus, 4. Obergeschoss, Celle-Saal, statt. Neben der Erhöhung der Marktgebühren geht es um die Folgenabschätzung für die Stadt Celle durch die Hähnchengroßschlachterei Rothkötter in Wietze, die Richtlinie für den Klimafonds, die Vorstellung des Projektes „Rosenfrieden“ auf dem Stadtfriedhof und die Identifizierung toter Haustiere.