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Celle Stadt Stadt will Ralveshof verkaufen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt will Ralveshof verkaufen
15:33 10.10.2018
Von Gunther Meinrenken
Der Ralveshof in Klein Hehlen gilt als idyllischer Ort, an dem man sehr gut private Feiern wie Hochzeiten, aber auch Firmenevents veranstalten kann. Jetzt wird die Immobilie von der Stadt zum Verkauf angeboten. Quelle: David Borghoff
Celle

Ein niederdeutsches Zweiständerfachwerkhaus mit 319 Quadratmetern Wohnfläche, 18 Stellplätze, Zentralheizung, Grundstücksgröße 2690 Quadratmeter, ruhige Lage mit altem Baumbestand – das sind die Eckdaten des in Klein Hehlen gelegenen Ralveshofes. Die Immobilie gehört der Stadt, Pächter ist die Congress Union, die das Haus für Veranstaltungen aller Art nutzt. Zumindest noch, denn das Anwesen soll verkauft werden. Mindestgebot: 590.000 Euro. Bieter müssen zwar keine Maklergebühren bezahlen, beim Kauf kämen allerdings noch einmal mindestens 41.000 Euro an Kaufnebenkosten dazu.

Die Stadt will sich von der Immobilie trennen, weil sie regelmäßig den ohnehin schon defizitären Haushalt belastet. Stadtsprecherin Myriam Meißner: „Da das Gebäude einen erheblichen Unterhaltungsaufwand hat, ist der Betrieb wirtschaftlich nicht auskömmlich. Im Gegenteil ergibt sich ein Defizit im fünfstelligen Bereich. Angesichts der haushalterischen Lage der Stadt und vor dem Hintergrund, dass wir uns zur Haushaltskonsolidierung auch von einem Teil unserer Liegenschaften trennen, hat der Rat im April in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, den Ralveshof zum Verkauf auszuschreiben.“

Als Interessenten kommen wohl vor allem Käufer in Betracht, die einen Veranstaltungsort in Celle betreiben wollen, so wie es die Congress Union mit dem Ralveshof gemacht hat. „Dort haben Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, silberne Hochzeiten oder Jubiläen von Privatleuten stattgefunden. Auch Firmen haben den Ralveshof genutzt, zum Beispiel für Seminare zum Teambuilding“, erklärt Ingo Schreiber, Geschäftsführer des Celler Fürstenhofs, der für die Betriebsführung der Congress Union zuständig ist. Da das Gebäude nicht über eine eigene Küche verfügt, sondern nur über einen Bar-Bereich, handele es sich um eine typische Catering-Location, sprich Speisen und Getränke müssen angeliefert werden.

Die Umsätze seien nach Angaben von Schreiber stabil gewesen. Das Problem der Wirtschaftlichkeit habe an ganz anderer Stelle bestanden. Der Ralveshof wurde vor allem an Wochenenden gebucht. Das bedeutet, dass man das Haus sieben Tage in der Woche mit allen damit verbunden Unterhaltungskosten vorhalten muss, aber nur an zwei Tagen auch wieder Geld hereinkommt. Das rechnet sich auf Dauer nicht.

Der Ralveshof befindet sich in guter, ja geradezu nobler Gesellschaft. Denn zum Beispiel steht auch das Prinzenpalais am Prinzengarten zum Verkauf. Und das schon seit fast fünf Jahren. Beim Kaufpreis musste die Stadt, die sich „derzeit in ernsthaften Gesprächen mit Interessenten“, befinde, so Stadtsprecherin Meißner, schon erhebliche Abstriche machen. Ursprünglich wollte man im Neuen Rathaus 1,1 Millionen Euro für das Prinzenpalais haben, im Augenblick wird es für 850.000 Euro angeboten.

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