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Celle Stadt Stadt will Vorrangflächen für Biogasanlagen ausweisen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt will Vorrangflächen für Biogasanlagen ausweisen
15:14 05.02.2010
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

„Regenerative Energien sind eine gute Sache, nur ausufern sollen die Anlagen nicht“, mit diesen Worten stellte Stadtbaurat Matthias Hardinghaus bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend klar, dass die Stadt alternativen Energiequellen alles andere als negativ gegenüber steht. Allerdings gelte es, Wildwuchs zu vermeiden, begründete Hardinghaus das Anliegen des Neuen Rathauses, nun analog zum Vorgehen bei Windkraftanlagen, Vorrangflächen für Biogasanlagen auszuweisen.

Das Thema war auf die Tagesordnung gekommen, weil es im vergangenen Jahr hinsichtlich der Erweiterungspläne für die beiden bestehenden Biogasanlagen in Groß Hehlen und Bostel zu Diskussionen über die Verträglichkeit gekommen war. Im Neuen Rathaus erkennt man dabei durchaus an, „dass Biogasanlagen eine zunehmende Bedeutung als zusätzliches wirtschaftliches Standbein der Landwirtschaft“ gewinnen. „Für die Stadt Celle bedeutet dies einen erneut zunehmenden Flächendruck und das Erfordernis, solche Nutzungen, die Nutzungskonflikte auslösen können, im Stadtgebiet in geeigneter Weise unterzubringen“, heißt es in der Vorlage.

Im Gegensatz zur ausgewiesenen Vorrangfläche für Windkraftanlagen in Hustedt dürften sich bei den Biogasanlagen hingegen mehrere, über das Stadtgebiet verteilte Eignungsgebiete ergeben. Schon allein deshalb, weil die bestehenden Anlagen an unterschiedlichen Standorten aufgestellt sind. Die jetzigen Biogasanlagen, so stellte Stadtplaner Wolfgang Schucht dar, genießen Bestandschutz. Zwei Projekte seien beantragt. Die Genehmigungsverfahren könnten für ein Jahr ausgesetzt werden, die Standorte sollen allerdings in die Vorrangflächen eingearbeitet werden.