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Celle Stadt Behelfsparkplatz aus Fördergeldern
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Behelfsparkplatz aus Fördergeldern
19:24 14.01.2019
Von Gunther Meinrenken
Findige Pendler nutzen die Freifläche am Bahnhof schon seit längerem als Parkplatz. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

14 Millionen Euro sind von 2000 bis 2014 in die Sanierung der Neustadt geflossen. 7,1 Millionen Euro davon stammen im Rahmen des Programms "Soziale Stadt" aus Fördertöpfen der EU, des Bundes und des Landes. Das Geld wurde in die Sanierung von Straßenzügen, soziale Projekte und private Modernisierungen gesteckt. Und in einen gut frequentierten Behelfsparkplatz auf der Neustadt-Seite des Celler Bahnhofs, könnte man sarkastisch hinzufügen.

Celler Grüne haken nach

Im Zuge der Bahnhofssanierung hatte die Deutsche Bahn eine Zeit lang die Freifläche genutzt und dort Baucontainer aufgestellt und Baumaterialien gelagert. Doch seit das Areal für diesen Zweck nicht mehr gebraucht wird, parken auf der unbefestigten Fläche, die nach dem Abbruch zweier Mehrfamilienhäuser zurückgeblieben ist, vor allem Pendler und andere Bahnreisende – wohlgemerkt kostenlos. Die Stadt hatte die Immobilien vor ein paar Jahren erworben – mit Fördermitteln. Die Grünen fragen sich nun, ob sich dort jemals etwas tun wird.

Konkurrenz zu Parkhaus

Bernd Zobel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Celler Rat, hat sich vor Ort einmal umgeschaut. "Unter den Pendlern hat sich offensichtlich schnell herumgesprochen, dass man am Bahnhof jetzt umsonst parken kann. Auf die Fläche passen etwa drei Dutzend Autos und sie ist ständig belegt." Zobel fragt sich, "ob es nicht eine sinnvollere Planung zur Nutzung der Fläche gibt", zumal der Stadt dadurch auch noch bares Geld entgeht. Denn wer den mit Fördermitteln geschaffenen Parkplatz benutzt, fährt eben nicht in die P+R-Anlage am Bahnhof, in der man für das Abstellen seines Fahrzeugs bezahlen muss.

Fördergelder zurückzahlen?

In einer Anfrage an die Stadt möchte Zobel wissen, ob "angesichts der Haushaltslage der Stadt gegebenenfalls auch eine Veräußerung der Grundstücke in Betracht gezogen wurde oder ob sie in ihrer heutigen Funktion als Behelfsparkplatz weiter genutzt werden sollen".

Den Fraktionsvorsitzenden der Grünen treibt allerdings noch ein andere Sorge um. "Wäre der Erwerb der Gebäude einschließlich der zugehörigen Grundstücke auch förderfähig gewesen, wenn die jetzige Nutzung dem Zuwendungsgeber kommuniziert worden wäre? Oder besteht eventuell die Gefahr, dass die Stadt die Fördermittel zurückzahlen muss?" Eine nicht unberechtigte Befürchtung.

Fläche bereits "in Vermarktung"

Die Stadt nimmt zu diesem Themenkomplex keine Stellung. Stadtsprecherin Myriam Meißner: "Die Freifläche westlich des Bahnhofs (Grundstücke Neustadt 79 und 80) wurde 2010 erworben. Der beschlossene städtebauliche Rahmenplan für das Gebiet Neustadt hat die Neuordnung der Fläche zum Ziel. Dementsprechend befindet sich die Fläche bereits in der Vermarktung", ist man sich im Neuen Rathaus sicher, dass der jetzige Zustand nur vorübergehender Natur ist. Was auf der Fläche entstehen könnte oder soll, verrät Meißner nicht. Das Thema soll allerdings im nächsten Bauausschuss, der für den 14. Februar angesetzt ist, auf die Tagesordnung kommen.

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