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Celle Stadt Stadträtin Schmitt: Celle oder Europa?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadträtin Schmitt: Celle oder Europa?
16:57 02.12.2013
Von Gunther Meinrenken
Susanne Schmitt. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Die politische Zukunft von 1. Stadträtin Susanne Schmitts dürfte weiterhin in der Residenzstadt liegen. Nachdem die Cellerin bei der Aufstellung der CDU-Landesliste für die Europawahl im kommenden Jahr nur auf einem wenig aussichtsreichen sechsten Platz gelandet war, sagte Schmitt, dass sie diesen Posten gerne weiter ausüben wolle. Ihre Chancen, ins Europaparlament einzuziehen, bewertete sie als gering. "Ich bin seit sieben Jahren 1. Stadträtin und mache das mit großer Freude. Ich bin nie auf die Idee gekommen, mich wegzubewerben", so Schmitt unter Hinweis darauf, dass die CDU sie gebeten habe, ob sie für das Europaparlament kandidieren wolle.

Die glücklose CDU-Politikerin hat nun allerdings ein Problem. Ihr ist bewusst, dass sie kaum eine Chance hat, ins Europaparlament zu kommen, in den Wahlkampf wird sie nach Stand der Dinge trotzdem ziehen. Wohl wissend, dass sie hinterher als 1. Stadträtin in Celle bleiben dürfte. Die lokale CDU zumindest will Schmitt im Amt halten.

Die Europawahl ist am 25. Mai kommenden Jahres, Ende Oktober 2014 läuft die Amtszeit für Schmitt als 1. Stadträtin aus. Oberbürgermeister Mende hatte bereits im Sommer angekündigt, dass er angesichts des europapolitischen Engagements Schmitt nicht für eine weitere Wahlperiode vorschlagen könne. An dieser Haltung hat sich nichts geändert.

"Frau Schmitt kandidiert nach wie vor für das Europaparlament – egal auf welchem Listenplatz. Damit wird für mich durchaus deutlich, dass sie Celle im Grunde Adieu sagt oder sagen will. Im Vorfeld einen Wahlausgang zu prognostizieren, steht nicht in meiner Macht. Aber ich gehe davon aus, dass jede Kandidatin engagiert für einen Wahlsieg kämpft. Es kann daher durchaus sein, dass Frau Schmitt gewählt wird“, sagte Mende.

Bei der Nominierung der Landesliste hatte Schmitt eine Kampfabstimmung um Listenplatz drei gegen die amtierende Europaabgeordnete Godelieve Quisthoudt-Rowohlt mit 49 zu 67 Stimmen verloren. Die 67 Jahre alte Hildesheimerin hatte sich erst einige Tage zuvor entschieden, wieder zu kandidieren. Schmitt, die dann auf dem sechsten Platz landete, sagte gegenüber der CZ, dass sie Signale erhalten habe, „dass ich ausgezeichnete Chancen haben würde. Das Ergebnis war für mich schon überraschend."