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Celle Stadt Steuerermittlungen gegen Celler FDP-Politiker Jörg Bode
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Steuerermittlungen gegen Celler FDP-Politiker Jörg Bode
22:05 23.06.2017
Von Oliver Gatz
Ins Visier der Justiz geraten: Jörg Bode. Quelle: Ingo Wagner
Celle Stadt

Celle. Er wolle offen und transparent mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten und den Vorgang aus der Welt schaffen, sagte Bode der CZ. „Ich habe ein reines Gewissen.“ Am Donnerstag habe die Staatsanwaltschaft ihn überraschend über die Ermittlungen in Kenntnis gesetzt. „Ich stelle derzeit meine gesamten Unterlagen zusammen und werde diese der Staatsanwaltschaft unverzüglich zur Verfügung stellen“, erläuterte der FDP-Politiker. Seine Ämter werde er während der Ermittlungen ruhen lassen. „Das finde ich angemessen. Das verträgt sich nicht.“ Das Amt im Landtags-Untersuchungsausschuss zur Vergabe-Affäre werde der parlamentarische FDP-Geschäftsführer Christian Grascha übernehmen. Er ist der einzige FDP-Vertreter in dem Ausschuss.

Bode hofft, dass sich die Vorwürfe schnell aufklären. Er sei fest davon überzeugt, sich vollständig korrekt verhalten zu haben. Bode leitete das Wirtschaftsressort von 2009 bis zum Regierungswechsel 2013.

Grant Hendrik Tonne, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, sagte, er erwarte eine umgehende Aufklärung der Vorwürfe. „Der Vorwurf der Steuerhinterziehung wiegt schwer“, betonte er. So wie Tonne begrüßt es auch Helge Limburg, parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, dass Bode sein Amt als Obmann im Untersuchungsausschuss ruhen lässt. Andernfalls könnten Arbeit und Ansehen einer parlamentarischen Untersuchung Schaden nehmen, so Limburg. Die FDP müsse sich zudem schnell darüber klar werden, ob auch Bodes Tätigkeit als Mitglied des Untersuchungsausschuss zu Sicherheitsbehörden besser ruhen sollte, betonte er.