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Celle Stadt Stickmuster frühestens 2018 im Bomann-Museum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stickmuster frühestens 2018 im Bomann-Museum
17:30 20.02.2015
Von Gunther Meinrenken
Still geworden ist es um das ehemalige Stickmustermuseum und auch um die beeindruckende Connemann-Sammlung. Die einzigartigen Exponate sind eingelagert. Frühestens 2018 wird die Öffentlichkeit einen Teil davon zu sehen bekommen. Quelle: Alex Sorokin
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Als Kleinod galt das Stickmuster-Museum, das bis März 2012 im Prinzenpalais im Prinzengarten im Hehlentor untergebracht war. Das kleine Spezialmuseum zog Besucher aus aller Welt nach Celle, bis die Stadt es aus Kostengründen schloss. Die Sammlung der jahrelangen Betreiberin, Elfriede Connemann, die das Museum zusammen mit ihrem verstorbenen Mann aufgebaut hatte, verschwand im Depot des Bomann-Museums. Und da wird sie wohl auch noch ein paar Jahre bleiben.

Freunde des Museums hatten dies schon von Anfang an befürchtet. So auch Sabine Taterra-Gundacker. Die Berlinerin hatte die Connemanns schon zu deren Buxtehuder Zeiten kennengelernt und dann in Celle "wiederentdeckt". Seither hatte Taterra-Gundacker das Museum immer wieder besucht. Sie fragt sich nun, was aus der Digitalisierung der Exponate geworden ist. Die Antwort von Jochen Meiners, Direktor des Bomann-Museums, stellt sie alles andere als zufrieden.

Der gesamte Bestand sei mittlerweile hochauflösend fotografiert worden. "Es wäre allerdings nicht damit getan, die Exponate völlig ungeordnet und unkommentiert ins Internet zu stellen", so Meiners. Dies bedürfe einer wissenschaftlichen Aufarbeitung und Aufbereitung. Doch dafür fehlten dem Museum neben den personellen Ressourcen auch die finanziellen Mittel.

"Aus diesem Grunde liegt dieses Thema zurzeit bei uns gewissermaßen auf Eis", erklärt Meiners. Mittelfristig sei nach wie vor geplant, die Stickmustersammlung "so ab etwa dem Jahre 2018 zumindest in einem größeren Ausschnitt und für einen längeren Zeitraum bei uns im Hause zu zeigen", fährt der Museumsdirektor fort.

Taterra-Gundacker kann das nicht nachvollziehen. "Elfriede Connemann und Lorraine Mootz haben jedes Exponat ausführlich mit Informationen versehen", versteht sie nicht, was da noch wissenschaftlich aufgearbeitet werden müsse. Doch Meiners reicht das nicht. Für ihn seien die Ausstellungsstücke lediglich mit Informationen für eine Inventarisierung versehen worden. Für eine Ausstellung, auch im Internet, sei das nicht genug.