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Celle Stadt Street-Food-Festival in Celle lockt viele Neugierige an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Street-Food-Festival in Celle lockt viele Neugierige an
18:12 22.07.2018
Quelle: Anke Schlicht
Celle Stadt

Der Stand mit dem spektakulärsten Menü des ersten Celler Street-Food-Festivals kommt unscheinbar daher. „Ich musste ewig suchen, bis ich den überhaupt gefunden habe“, sagt Andreas Wißwedel am Samstagnachmittag über die kleine, von Deutschen betriebene Verkaufsbude. Er ist mit Freunden in die Triftanlagen gekommen – nur aus einem einzigen Grund: „Ich wollte Heuschrecken und Würmer probieren.“ Grüngelb garniert, sind sie auf dem kleinen Pappteller appetitlich angerichtet, und „ein Glück leben sie – anders als im Dschungelcamp – nicht mehr“, scherzt der junge Mann. „Trocken und mehlig, ohne Dip fade“, lautet sein Fazit zu den Heuschrecken, und damit geht der Geschmack nicht nur eine Symbiose mit der verkaufstechnischen Umrahmung ein, sondern steht auch stellvertretend für das Festival insgesamt.

Die Ankündigung wartete mit Superlativen auf – von 70 liebevoll gestalteten Ständen sowie einer kulinarischen Weltreise quer durch alle Länder und Kontinente war die Rede, doch eine solche Bandbreite potenzieller Gaumenfreuden findet sich unter den Bäumen und entlang der Wege des Parks nicht – im Gegensatz zu den Attraktionen für die Kinder. Von Puppentheater über Bungee bis hin zu begehbaren Wasserbällen ist alles vertreten. Die Bänke im schattigen Park sind nachmittags gut gefüllt, Celler und Auswärtige genießen durchaus den picknickartigen Charakter der Veranstaltung, dennoch wird mit Kritik nicht gespart.

„Die Wagen sind schön gemacht, aber uns ist es zu kommerziell. Die Auswahl ist erschreckend gering, wir hatten eine globale Vielfalt erwartet“, lautet die Einschätzung von Stephanie Decker und Andreas Franke. Dass Eintritt in Höhe von drei Euro erhoben wird, war den Münsteranern im Vorfeld – wie anderen auswärtigen Besuchern ebenfalls – nicht bekannt, in der überregionalen Werbung fehlte der Hinweis auf die Gebühr für den Zugang auf das Gelände.

An dem Betrag stören sich die Gäste nicht, als zu hoch empfinden viele jedoch die Preise für die als Delikatessen angekündigten Speisen. „Eintritt ist okay, aber acht Euro für eine kleine Schale mit Heuschrecke und Würmern ist eine Frechheit“, lautet ein Kommentar. Echte Konkurrenz machen dem Grillen-Wurm-Menü in puncto Exotik nur Krokodilgulasch und Kamelgeschnetzeltes.

Der Celler Wolfgang Brodersen fühlt sich trotz aller Kritik stellenweise an die Heimat seiner Frau erinnert. „Die Gewürze, der Geruch, also stellenweise kam mir ein Anflug von Manila entgegen“, erzählt er, während seine Frau sorgfältig die chinesische Speisekarte studiert: „Alles echt chinesisch“, und sein Sohn Hayko kommentiert: „Obwohl ich mehr erwartet habe, finde ich unter dem Strich gut, dass es so etwas Multikulturelles überhaupt in Celle gibt.“ Helga Brosch gehört zwar einer anderen Generation an als der 18-Jährige, aber sie kann sich dieser Ansicht nur anschließen: „Für Celle ist das einmalig.“

Von Anke Schlicht

„Wir sind nach den Auftritten oft gefragt worden, ob es von uns auch etwas auf CD gibt“, sagt Lynn Heinrich. „Und da haben wir uns überlegt, dass wir mal ins Studio gehen.“ Die 29-jährige Altencellerin ist die Stimme des Duos „Lynn-Acoustic“. Gemeinsam mit Lebenspartner Thorsten Schick aus Luttern – der in der Celler Musikszene nur Hoschi gerufen wird und der praktischerweise auch noch ein genialer Gitarrist ist – hat sie sich dann in ein Studio nach Braunschweig begeben.

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