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Celle Stadt Streit über Celler Förder-Millionen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Streit über Celler Förder-Millionen
15:53 19.01.2017
Von Michael Ende
Zahlen-Jongleure mit divergierenden Resultaten: Thomas Adasch (links) und Dirk-Ulrich Mende. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

So behaupte Adasch, dass die CDU-Landesregierung zwischen 2003 und 2013 rund 260 Millionen Euro nach Celle gelenkt habe. „Diese Zahl ist schlicht falsch – und zwar ausweislich der Antwort der Landesregierung in der Landtagsdrucksache 17/6918 auf eine Anfrage, die Adasch selbst gestellt hat. Er sagt, er hätte grob überschlagen, dabei hat er sich mal eben um 100 Millionen Euro vertan. Grundlegende Mathematik ist scheinbar nicht seine Stärke“, so Mende: „Es ist nicht weiter schlimm, dass Adasch kein Mathe-Ass ist, wenn er dabei nicht wiederholt grobe Unwahrheiten in den Raum stellen würde.“ Adaschs Rechenfehler fliege bei einer Nachprüfung sofort auf, so Mende: So habe der CDU-Abgeordnete „dreist und einfach“ sämtliche Förderbeträge für Celle im Jahr 2013, dem ersten Regierungsjahr von SPD und Grünen in Niedersachsen, noch Schwarz-Gelb und damit sich selbst zugerechnet.

Laut Landtagsdrucksachen zur Unterstützung der CDU-geführten Landesregierung für Celle ergibt sich nach Mendes Rechnung in der Regierungszeit ab 2003 eine Unterstützung in Höhe von 154 Millionen Euro in zehn Jahren Regierungszeit. Für die Zeit der SPD-geführten Landesregierung ab 2013 betrage die Unterstützung für Celle in nur vier Jahren bereits über 180 Millionen Euro und liege damit eben 26 Millionen über der Förderung durch die CDU/FDP. Sicher möge das auch daran liegen, dass eine Vielzahl von der CDU-Regierung seinerzeit nur angekündigten Vorhaben nun solide finanziert würden, so Mende: „Ich erinnere mich genau: In der NABK hat Herr Schünemann damals nur ein Ortsschild aufgestellt, der Krankenhausneubau war nicht zu Ende finanziert. Diese und viele weitere Ankündigungen hat die SPD-geführte Landesregierung übernommen aber sie nun finanziert, umgesetzt und Wirklichkeit werden lassen.“

Adasch könne ja politisch behaupten, was er wolle, sagt Mende: „Die konkreten Zahlen zu bezweifeln, steht ihm allerdings nicht zu – außer er hat sich jetzt Herrn Trump als Vorbild genommen, der ja auch auf die Wahrheit und die Fakten wenig gibt.“ Mende bietet Adasch „Unterstützung“ an: „Meine Kinder sind ja jetzt aus der Schulzeit raus, und wir haben zu Hause noch einen Taschenrechner über – den würde ich Herrn Adasch gern überlassen, damit ihm künftig derartige Fehler nicht mehr unterlaufen.“