Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Streit um Celler Stadtvillen-Boom
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Streit um Celler Stadtvillen-Boom
13:00 13.07.2018
Von Michael Ende
Quelle: Joachim Gries
Celle Stadt

GROSS HEHLEN. In direkter Nachbarschaft des neuen Famila-Centers will die Stadt auf 12 Hektar Fläche das neue Baugebiet „Im Tale“ ausweisen. So soll die große Nachfrage nach Bauland wenigstens ansatzweise befriedigt werden. 80 Grundstücke will die Stadt selbst anbieten und für individuelles Bauen zur Verfügung stellen. Hier sollen vorzugsweise "Stadtvillen" wie Pilze aus dem Boden schießen. Die restlichen 30 Bauplätze sollen über einen Bauträger vermarktet werden. Dort soll eine Mischung aus Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern realisiert werden.

Den Grünen fehle bei diesem Konzept die soziale Komponente, so Fraktionschef Bernd Zobel: "Dort können sich nur Oberstudienräte oder andere Wohlhabende Wohnraum leisten. Wir wollen soziale Durchmischung. Deswegen lehnen wir die Planung in dieser Form ab."

"Man kann nicht überall sozialen Wohnungsbau anbieten", sagt Jürgen Rentsch (SPD). Die Planung "Im Tale" sei in sich stimmig. Axel Fuchs (CDU) pflichtet ihm bei: "Wir wollen kommunales Bauland ausweisen und so die Abwanderung ins Umland verhindern."

Oliver Müller (BSG) meint, die Ausweisung eines so großen Baugebiets am Stadtrand sei der falsche Weg: "Damit schaffen wir Probleme der Zukunft. Wenn wir Reiche an die Peripherie locken, dann drohen die Gebiete im Zentrum zu veröden. Das ist nicht nachhaltig und die falsche Strategie." Die Stadt müsste sich vielmehr darum kümmern, dass in die Baugebiet der 50er und 60 Jahre neues Leben einziehe." Dass "Uniformträger" beim Erwerb der Grundstücke "Im Tale" bevorzugt werden sollten, finde Müller "kurios": "Das ist ja wie zu Kaisers Zeiten."

Die Stadtverwaltung hat vorgeschlagen, dass im Rennen um die Bauplätze einige Berufsgruppen einen Vorsprung haben sollten: Beschäftigte von Feuerwehr, Bundeswehr, THW, Polizei und karitativen Einrichtungen sollen von der Verwaltung bei der Vergabe der Grundstücke bevorzugt behandelt werden. Dabei soll die Reihenfolge der Vergabe der Grundstücke nach einem Punktesystem ermittelt werden. Wer mindestens seit zwei Jahren bei Feuerwehr, Bundeswehr, Polizei, in einer karitative Einrichtung oder beim Technischen Hilfswerk tätig ist, soll 10 Punkte erhalten. Ehrenamtliche Tätigkeit soll mit 3 Punkte honoriert werden. Auch Familien, Ehepaare und eheähnliche Gemeinschaften sollen 3 Punkte erhalten. Bauinteressenten, die in den vergangenen zehn Jahren von der Stadt bereits einen Bauplatz erworben haben, sollen außen vor bleiben.

Auch Rentsch meldet Bedenken an: "Über diese Kriterien muss meine Fraktion noch beraten." Den Kriterien-Katalog hat die Stadt deswegen vorerst auf Eis gelegt. Die Zeit drängt auch noch nicht: Nach dem aktuellen Projektplan ist die Vergabe der Grundstücke für das erste Quartal 2019, der Verkauf der Grundstücke für das zweite und dritte Quartal vorgesehen.

Unter dem Jubel aller Anwesenden im Festzelt ist Jan Bergmann am Samstagabend als neuer Schützenkönig des Schützenvereins Hustedt proklamiert worden. Mit 21 Jahren schoss er das erste Mal in der Schützenklasse und errang gleich die Königswürde.

12.07.2018

So schnell wie möglich möchte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) den Startschuss für den Weiterbau der B3-Ostumgehung bei Altencelle geben. "Anfang 2019 wollen wir den ersten Spatenstich für den Mittelteil setzen" – das sagte Althusmann gestern bei einem Ortstermin am bisherigen Ende der umstrittenen Schnellstraße an der B214. Die Hoffnungen sind groß. Althusmann will Gas geben: "Mein Motto ist: Tempo, Tempo, Tempo."

Michael Ende 13.07.2018

Der Sommer hält zurzeit, was er sonst nur verspricht. Strahlend blauer Himmel und warme Temperaturen versüßen vielen die Ferienzeit. Doch die aktuelle Wetterlage birgt auch Schattenseiten – und das vor allem für die Landwirte im Kreis Celle.

12.07.2018