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Celle Stadt Streit um Mittel für Celler Katastrophenschutz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Streit um Mittel für Celler Katastrophenschutz
18:08 01.07.2014
Die Diskussion um die Mittel für Katastrophenhelfer wie das Technische Hilfswerk dürfte im Landkreis Celle weiter gehen. Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Die Kreisverwaltung hatte die Erhöhung vorgeschlagen. Zuvor war laut einer Vorlage mit den Hilfsorganisationen gesprochen worden. Die Helfer hatten Mittel von rund 51.000 Euro für Anschaffungen veranschlagt. „Nicht alles, was die Hilfsorganisationen aber beantragt haben, fällt in den Bereich Katastrophenschutz. Vieles gehört zur allgemeinen Gefahrenabwehr und ist damit Sache der Gemeinden“, begründete Kreisrat Michael Cordioli den niedrigeren Ansatz.

So sei zum Beispiel die Beschaffung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) nicht förderfähig. Zum einen sei die Vorhaltung eines solchen Gerätes für eine Katastrophenschutz-Einheit nicht vorgeschrieben, zum anderen seien bei Großschadenslagen ausreichend Rettungskräfte im Einsatz, die die medizinische Versorgung der Verletzten übernehmen, heißt es in der Vorlage. Gleiches gilt für die Beschaffung eines Notfallrucksacks. Dieser sei nicht als Ausstattung vorgeschrieben.

Der DRK-Kreisverband hatte diese Ausrüstungsstücke beantragt und ist deshalb nicht zufrieden. „Auf den Gerätewagen Sanitätsdienst, die für den Katastrophenschutz bereitstehen, sind diese Gegenstände auf der Beladungsliste des Bundes vorgeschrieben“, argumentierte Gerd Bakeberg, Katastrophenschutzbeauftrager des DRK-Celle. Ihn stört auch, dass andere Organisationen den Digitalfunk gefördert bekommen, das DRK aber nicht. Kreisrat Cordioli hatte dazu bemerkt, dass solche Anträge auf Kreisebene gestellt werden müssen und nicht durch einzelnen Ortsverbände. „Wir werden dazu sicher noch einen Antrag stellen, weil wir in diesem Jahr gut 48.000 Euro dafür ausgegeben haben“, sagt Bakeberg.

Auch die SPD war so nicht zufrieden und forderte die Aufnahme der Ausrüstungsgegenstände, die das DRK beantragt hatte. Allerdings konnte sich Christoph Engelen nicht zu einem konkreten Antrag durchringen und stimmte zunächst der jetzt vorgeschlagenen Erhöhung zu. Die CDU hatte zuvor über Jörn Schepelmann den Vorschlag der Verwaltung begrüßt. „Das ist genau das, was wir alle wollten und die übrigen Gegenstände, die beantragt wurden, gehören, auch wenn sie wichtig sind, nicht in diesen Bereich“, sagte Schepelmann.

Das Thema könnte in den Haushaltsberatungen aber noch einmal hochkochen. Engelen kündigte bereits an, einen Folgeantrag zu stellen.

Von Tore Harmening