Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Studenten finden Raum und Impulse für Ausstellungsprojekt im Kunstmuseum Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Studenten finden Raum und Impulse für Ausstellungsprojekt im Kunstmuseum Celle
13:53 31.10.2016
Celle Stadt

Über einen Zeitraum von zehn Monaten sind 13 künstlerische Arbeiten wie diese entstanden, die sich – so Kuratorin Magdalena Götz – „der sozialen und politischen sowie der wahrnehmungs- und institutionsbezogenen Diskurse der Teilhabe“ annehmen. Sie seien – in unterschiedlichsten Formen und auf ganz verschiedenen Licht-Ideen basierend – „interaktiv, beteiligend, medienreflexiv, intervenierend, spielerisch und verweigernd“ und sind das Ergebnis eines Kooperationsprojektes zwischen der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) und dem Kunstmuseum Celle mit seiner „offenen Plattform für neue Ideen“. Initiiert wurde das Projekt von Professor Mischa Kuball (aktueller Deutscher Lichtkunst-Preisträger) und Kuratorin Magdalena Götz sowie von 14 Studierenden der KHM.

Natürlich führte der Ausstellungstitel „[p:lux] licht teilen“ zu Fragen hinsichtlich seines Sinngehaltes. Die Ausstellungs-Gleichung sei „eine mathematische Sensation“, klärte Götz daher mit einem verschmitzten Lächeln die Vernissage-Gäste auf: „Je mehr wir teilen, und je mehr wir uns beteiligen, desto mehr bekommen wir: mehr Dialog, mehr Kunst, mehr Licht.“ Die Ausstellung – erläuterte sie in ihrer Einführungsrede – lade dazu ein, gemeinsam Kunst zu erleben: „Die Kunstwerke machen uns zum Teil ihrer selbst, sie beleuchten und beteiligen uns. Sie nehmen uns wahr und kommunizieren zurück.“ So wie die interaktive Video-Installation „LuxFero“ von David Camargo: Sobald jemand die Installation betrittt, wird er vom bloßen Zuschauer zum partizipierenden Akteur in einem dynamischen Prozess.

Es ist genau diese Art der Partizipation, die sich bei diesem Projekt als „so viel mehr als die Summe vieler Teile“ erwiesen hat, von der Götz sich so begeistert zeigt. Wenn beispielsweise Bögen gespannt werden zwischen Inszenierung und alltäglicher Realität wie in der Arbeit „Extreme Expansion“ von Marie-Claire Delarber. Oder wenn Wechselwirkungen zwischen Ausstellungsraum und Besucher in Kraft treten wie im Objekt „White Cube“ von Benjamin Adams. Projekte wie dieses tragen dazu bei, dass Celle sich auch als Kulturstadt der Zukunft präsentiert, sagte Kulturdezernentin Susanne McDowell bei ihrer Begrüßung. Und Micha Kuball hob die nicht nur vertrauensvolle, sondern geradezu aufmunternde Bereitschaft von Museumsleiter Robert Simon hervor, studentische Projekte ernst zu nehmen, wodurch auch ein kontinuierlicher Diskurs wachgehalten werde.

Von Rolf-Dieter Diehl