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Celle Stadt Studien am AKH: Komplikationen bei Patienten sofort erkannt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Studien am AKH: Komplikationen bei Patienten sofort erkannt
17:43 24.06.2016
Zu den Chefärzten in Weiß gehören (von links): Peter Hannemann, Ulf Culemann, Stephan Hollerbach, Eckhard Rickels, Wolfgang Heide. Sie ehrten die PJ-Studenten in Blau für ihre Patientenstudien am AKH: Meike Ahrens, Mara Warnhoff und Bastian Hill. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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Meike Ahrens erhielt den Preis für die Darstellung eines Patienten mit einer seltenen gutartigen, aber sehr belastenden Aussackung der Speiseröhrenwand. Die Studentin zeigte auf, wie durch enge fachübergreifende Zusammenarbeit und neueste Operationsmethoden Komplikationen sofort erkannt, leitliniengerecht behandelt und die Behandlung insgesamt zu einem positiven Verlauf gebracht wurden. Bastian Hill setzte sich mit dem Fall einer Patientin nach einem Autounfall auseinander. Er erläuterte kenntnisreich, wie aufgrund von standardisierten Abläufen in der Notaufnahme des AKH der – nicht sofort erkennbare – lebensbedrohliche Zustand der Patientin schnellstens diagnostiziert und operiert werden konnte. Die Studentin Mara Warnhoff hatte den Fall eines Patienten mit zahlreichen Beschwerden, die zunächst an eine Herzerkrankung denken ließen, weiter aufgearbeitet. Sie präsentierte, wie durch gezielte Diagnostik rasch eine Herzerkrankung ausgeschlossen und stattdessen eine gutartige Lungenerkrankung festgestellt wurde.

„Das AKH Celle hat eine sehr gute Größe für uns Studenten“, so die Meinung der PJ-lerin Meike Ahrens. „Ärzte und Pflegekräfte freuen sich, den Studenten etwas beizubringen, weil das Haus nicht völlig überlaufen ist. Das Haus ist als Maximal-Versorger aber groß genug, um viele spannende Dinge und Fachbereiche zu sehen, wie zum Beispiel die Onkologischen Zentren oder das Polytrauma-Zentrum. „Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und würde mich jederzeit wieder für das PJ in Celle entscheiden“, meint die begeisterte Medizinstudentin.

Über den PJ-Preis sagt der Medizinstudent Bastian Hill: „Das Projekt bietet die Möglichkeit, mal einen Patientenfall komplett aufzuarbeiten. So ist es möglich, den Verlauf vom Eintreffen in der Notaufnahme bis zum Verlassen des Krankenhauses zu begleiten.“ Die Ausschreibung für den nächsten PJ-Preis beginnt voraussichtlich im April 2017.

Das AKH Celle versorgt auf 26 Stationen mit 635 Planbetten pro Jahr zahlenmäßig ungefähr eine ganze Kleinstadt: Im Jahr 2015 wurden fast 31.000 Patienten stationär versorgt und über 1480 Babys auf die Welt gebracht. Mit über 2500 Mitarbeitern ist die AKH-Gruppe einer der größten Arbeitgeber in der Region. Bereits zum fünften Mal wurde das AKH Celle für seine familienbewusste Personalpolitik mit dem Zertifikat von „berufundfamilie“ ausgezeichnet.

Von Miriam Müller