Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Stühlerücken bei der Bürgerstiftung in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stühlerücken bei der Bürgerstiftung in Celle
18:05 23.10.2016
Die Mitglieder der Bürgerstiftung Celle (von links) Matthias Wesslowski, Klaus Bock von Wülfingen und Michael Polewsky feierten das zehnjährige Bestehen. Polewsky nutzte die Gelegenheit und gab seinen Rücktritt als Vorsitzender bekannt.  Quelle: Foto:
Celle Stadt

Vor rund 140 Förderern und Freunden der Stiftung blickte Michael Polewsky, erster Vorsitzender, in seiner Festansprache auf die vergangenen zehn Jahre zurück, in denen es gelungen ist, zahlreiche Projekte umzusetzen, die Bildung und Kultur in der Stadt zugute gekommen sind.

Um das möglich zu machen, waren Kapital und vor allem fleißige Helfer nötig. Alles begann mit einem Kreis interessierter Celler, die im Haus der Sparkasse über Satzung, Erscheinungsbild, die Beschaffung der Mittel und erste Projekte berieten. Besuche bei anderen Bürgerstiftungen brachten wertvolle Hinweise. Mit einem dreiköpfigen Vorstand, 30 Gründungsstiftern und einem Startkapital von 129.000 Euro nahm die Bürgerstiftung Celle am 9. Oktober 2006 ihre Tätigkeit auf.

Mit Bildern illustrierte Polewsky die vielfältigen Aktivitäten der Stiftung, angefangen beim Verkauf von Grußkarten, Marmelade und Nikoläusen auf dem Celler Weihnachtsmarkt. Eigene Veranstaltungen wie Bürgerbrunch und Bürgerbasar steigerten nicht nur die Einnahmen der Stiftung, sondern hätten auch das Gemeinschaftsgefühl gefördert. Eine wichtige Säule der Finanzierung seien zudem Spenden gewesen. Stolz verkündete er den Anstieg des Stiftungskapitals auf mittlerweile 500.000 Euro und vermeldete: „Gerade diese Woche haben wir eine Einzelstiftung von 10.000 Euro erhalten“.

„Kunst im Stadtraum“ war das erste Projekt der Stiftung. Hier bekamen Künstler die Gelegenheit, ihre Werke in Celler Schaufenstern auszustellen. Viele weitere folgten, darunter das Projekt „Buchstart“ mit Lesetaschen für die Kleinsten, Musik und Theater in der Schule, das Collegium Cellense, der Museumsbus und das Senioren-Erzählcafé. Über eine Fortsetzung der Theaterreihe, die zunächst 2012 endete, würden derzeit Gespräche mit dem Intendanten des Celler Schlosstheaters geführt, so Polewsky.

Der Vorsitzende dankte allen, die ihren Beitrag zur erfolgreichen Arbeit der Stiftung geleistet haben, und verabschiedete sich zugleich aus seiner Tätigkeit. Mit 77 Jahren wolle er den Vorsitz einem Jüngeren überlassen und freue sich, mit Axel Lohöfener einen geeigneten Nachfolger gefunden zu haben.

Klaus Bock von Wülfingen, Vorsitzender des Stiftungsrates, dankte seinerseits Polewsky sowie Heinrich Wiederhold, der sein Amt als stellvertretender Vorsitzender ebenfalls dieses Jahr aufgibt. Polewsky und Wiederhold hätten mit ihrer Integrationsleistung und Ausdauer maßgeblich zum Erfolg der Stiftung beigetragen. Dazu habe die Fähigkeit gezählt, Unterstützer der ersten Stunde bei der Stange zu halten und neue zu gewinnen. „Ihre Arbeitstage sind weder zählbar noch bezahlbar. Sie gingen weit über ein durchschnittliches Ehrenamt hinaus.“

Von Sonja Richter