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Celle Stadt Suedlink-Pläne durch Kreis Celle konkreter
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Suedlink-Pläne durch Kreis Celle konkreter
22:04 07.03.2017
Von Simon Ziegler
Celle Stadt

Suedlink könnte den Plänen zufolge an Bergen vorbei entlang der B3 Richtung Celle, bei Wolthausen und zwischen Hambühren und Wietzenbruch Richtung Hannover geführt werden. Besonders umstritten ist Suedlink in Adelheidsdorf. Denn die Trasse könnte mitten durch Großmoor verlaufen. Tennet hält trotz des dortigen Protestes an dieser Variante fest.

Tennet-Sprecher Mathias Fischer sagte der CZ, dass seit Herbst insgesamt 7000 Hinweise eingegangen seien. Der genaue Trassenverlauf sei bisher noch nicht entschieden, betonte er. Der Betreiber habe auch einen alternativen Korridor westlich von Hannover vorgelegt.

Nach Einreichung der Anträge wird die Bundesnetzagentur die Unterlagen prüfen. Am Ende der Bundesfachplanung wird die Behörde einen Trassenkorridor festlegen. Dieser wird Ausgangspunkt für das Planfeststellungsverfahren sein. Wo exakt die Stromautobahn gebaut wird, wird erst 2020/21 feststehen. Strom soll ab 2025 fließen – wenn alles glatt geht.

„Wir müssen davon ausgehen, dass die Bundesnetzagentur den vorgeschlagenen Korridor akzeptieren wird“, sagte der Celler Bundestagsabgeordnete Henning Otte (CDU). „Ich sehe es als erforderlich an, dass für den Bau diejenige Technik angewandt wird, die die Auswirkungen so gering wie möglich hält. Für den gesamten Eingriff im Rahmen der Suedlink-Trasse fordere ich eine ordentliche Entschädigung für die betroffenen Grundeigentümer“, so Otte.

Dagegen betonte die SPD-Abgeordnete Kirsten Lühmann, dass noch nicht entschieden sei, dass Suedlink durch den Kreis Celle verlaufen wird. „Wir müssen jetzt mit guten Argumenten aufwarten, damit die alternative Trasse die Vorzugstrasse wird.“

Die Stromleitungen verlaufen von Brunsbüttel in Schleswig-Holstein nach Großgartach in Baden-Württemberg sowie von Wilster in Schleswig-Holstein nach Grafenrheinfeld in Bayern. Die 800 Kilometer lange Trasse soll die „Hauptschlagader“ der Energiewende werden. Eigentlich sollten die Trassen als Freileitungen mit Masten gebaut werden. Dann gab es enorme Bürgerproteste, die Bundesregierung lenkte ein; die Leitungen werden nun größtenteils unterirdisch verlegt.