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Celle Stadt Suedlink-Sorgen in Celler Kommunen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Suedlink-Sorgen in Celler Kommunen
16:16 10.03.2017
Von Simon Ziegler
Celle Stadt

Von Suedlink besonders betroffen ist die Gemeinde Adelheidsdorf. Denn Suedlink könnte mitten durch den Ortsteil Großmoor verlaufen. „Es ist noch nichts beschlossen“, gibt Andreas Smid von der Bürgerinitiative „Großmoor gegen Suedlink“ zu bedenken. Im April soll eine Versammlung der BI stattfinden, um über die weiteren Schritte zu beraten.

„Sehr bedauerlich, dass die Trasse mitten durch den Ort gehen soll“, sagt Adelheidsdorfs Bürgermeisterin Susane Führer. Die Trasse schränke die Entwicklung der Gemeinde ein. Auch sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass doch ein anderer Trassenverlauf gewählt wird. Möglicherweise sei hinter der Theaterstraße ein Torfgebiet, „das wäre ein Ausschlusskriterium“. Andererseits gibt Führer zu bedenken, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Energiewende gewollt habe, Suedlink sei eine Folge davon. Immerhin würden die Leitungen unter der Erde verlaufen.

Der Netzbetreiber Tennet hatte in dieser Woche einen Vorschlagskorridor veröffentlicht. Dieser sieht den Bau von Suedlink im Kreis Celle vor. Der Betreiber hat auch einen alternativen Korridor vorgelegt. Die Bundesnetzagentur wird jetzt die Unterlagen prüfen.

Suedlink könnte an Bergen vorbei entlang der B3 Richtung Celle, bei Wolthausen und zwischen Hambühren und Wietzenbruch Richtung Hannover geführt werden. „Wir haben Alternativ-Strecken vorgeschlagen, die wir für geeigneter halten“, sagt Bergens Bürgermeister Rainer Prokop. In der Bevölkerung sei noch eine abwartende Haltung zu spüren. „Je näher die mögliche Trasse am eigenen Grundstück liegt, desto größer ist allerdings das Unbehagen bis hin zum Willen, Widerstand zu leisten. Die Stadt bleibt an dem Thema dran“, so Prokop.

Die „Hauptschlagader der Energiewende“ könnte unmittelbar an Wolthausen vorbeigeführt werden. „Wir sind nicht begeistert, da die Strecke sehr dicht am Ort vorbei läuft und noch fast den Friedhof mit einbezieht“, sagt Ortsbürgermeister Christian Peters. „Unsere Schmerzgrenze wäre die Hochspannungsleitung zwischen Winsen und Wolthausen gewesen, dann hätte man die Leitung gleich mit unter die Erde legen können.“

In Celle gibt man sich recht gelassen. „Noch geht es um einen Korridor von 1000 Metern Breite. Die eigentliche Trasse soll später überschaubare 30 Meter breit sein. Das heißt, wir wissen noch nicht, ob oder wo genau wir betroffen sind“, sagt Stadtsprecher Wolfgang Fischer. „Natürlich ist erstmal gut, dass wir von Erdkabeln sprechen und nicht von Überlandleitungen. Unsere Bedenken und Anregungen beispielsweise zum Naturschutz sind komplett aufgenommen. Wir sehen dem Normalbetrieb jetzt nicht allzu sorgenvoll entgegen.“