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Celle Stadt Sumpfkalkbilder regen Fantasie der Betrachter an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sumpfkalkbilder regen Fantasie der Betrachter an
16:31 24.08.2018
Die Sarstedter Künstlerin Heidrun Giese zeigt ihre Werke in der Ausstellung „Strukturen“ im Coffee Shop Celle. Quelle: Peter Bierschwale
Celle / Groß Hehlen

CELLE. Daneben sind in der Ausstellung im Coffee Shop Celle Acryl-Gemälde und „Shabby-Chic-Möbel“ zu sehen.

Es handelt sich zwar um eine persönliche Ausstellung von Heidrun Giese, aber dahinter steht das Atelier 22, das schon mehreren seiner Künstler eine Ausstellung im Coffee Shop möglich gemacht hat. Auch Laudator Wolfgang Decker und Heidrun Giese gehören seit Jahren dem Atelier an. Für Giese ist diese Mitgliedschaft eher ungewöhnlich, weil sie aus Sarstedt kommt. Doch bei der Suche nach einem „geeigneten Kunstverein“ stieß sie auf das Atelier 22, und hier gefiel es ihr.

Wolfgang Decker erklärte bei der Vernissage in seiner Laudatio die bei „Sumpfkalkbildern“ verwendete Technik: Die Grundlage der Bilder bilden eine oder mehrere Schichten Löschkalk-Mörtel, die dann bemalt werden. Diese Technik ist seit Jahrtausenden als „Frisch- oder Freskomalerei bekannt. Bei Fresken handelt es sich um Wandmalereien auf frischem, noch feuchtem Putz, die sich in Kirchen oder Residenzen finden.

Doch im Unterschied zu diesen Fresken hat die Künstlerin den Kalk mit Marmormehl versetzt und auf Keilrahmen aufgetragen. Durch das Marmormehl entstehen auf diesem Malgrund beim Trocknen Risse, und hier beginnt für Heidrun Giese der kreative Ansatz: Sie gestaltet mit Hilfe von Farbe, Asche, Rost oder anderen Materialien ein Gemälde, bei dem sie die alte Technik mit moderner Malerei verbindet.

Weil Gieses Bilder keine gegenständlichen Motive bieten, ist die Fantasie des Betrachters gefragt. Das macht den Reiz dieser Ausstellung aus, denn vor den meist kleinformatigen Gemälden kann man träumen, vielleicht auch Motive hineininterpretieren oder sie einfach nur „schön“ finden.

Neben den Sumpfkalkbildern sind auch sogenannte „Shabby-Chic-Möbel“ zu sehen. Decker räumte bei seiner Laudatio ein, dass er davon zuvor noch nie gehört hatte. Dabei handelt es sich um alte, gebrauchte Möbel, die unter Verwendung von weichen, verblichen wirkenden Naturtönen aufgearbeitet werden. Decker demonstrierte das anhand eines Schaukelstuhls, den Giese in ihre Ausstellung aufgenommen hat.

Von Peter Bierschwale

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