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Celle Stadt Sybille Bullatschek sorgt für Lacher
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sybille Bullatschek sorgt für Lacher
16:41 14.11.2018
Sie hat ein Herz für "Pfläge"-Kräfte. Ohne sich über den Berufsstand lustig zu machen, sorgt Sybille Bullatschek für einen Lacher nach dem anderen. Quelle: Birgit Stephani
Celle

Wenn Sybille Bullatschek die Bühne betritt, dann geht es rund. Ihr Thema: die „Pfläge“-Branche. Gekonnt und mit viel Witz, Charme und Humor erzählte sie am Sonntag in der CD-Kaserne über ihre Erlebnisse im „Haus Sonnenuntergang“. Dieses Pflegeheim war schon in ihren vorherigen Programmen der Mittelpunkt ihrer Show und bietet weiterhin eine Fülle von Absurdem, aber auch Nachdenklichem.

Mit ihren Programmen spricht Bullatschek insbesondere Pflegekräfte an, die auch diesmal wieder Stuhl an Stuhl nebeneinander im Publikum saßen. Unter denen, die in der Pflegebranche arbeiten, ist Bullatschek der heimliche Star. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, erzählt sie aus dem Alltag eines Seniorenheimes und schafft es immer wieder, dass sich das Publikum in noch so absurden Alltagssituationen dennoch wiederfindet. Ihre Shows sind schrill, rasant, manchmal sogar derbe, aber niemals unter der Gürtellinie. Dabei schafft sie es, die Kehrtwende zwischen Ironie und Wahrheit überaus gelungen miteinander zu verbinden.

"Ich darf das, ich bin Pflägekraft"

Der Titel ihres neuen Programmes „Ich darf das, ich bin Pflägekraft!“ spricht für sich und gibt ihr das Recht, selbst Witze über das Alter und den Tod zu machen. Aber sie zeigt auch die Missstände der Branche auf: Pflegeroboter, die nur chinesisch sprechen sind für sie kein Hindernis. Zwar ist auch sie der Sprache nicht mächtig, aber Bullatschek wäre nicht Bullatschek, wenn sie dieses Problem nicht irgendwie lösen würde. In ihrem „Alltag“ zu Seite stehen ihr die Kollegen wie Heimleiter Rüdiger Otterle oder die Kolleginnen Evelyn Neuberger oder Milena Kaminski. Während der Chef in der Regel nicht gut bei ihren Erzählungen wegkommt, sind es die Kolleginnen, die die Geschichten erst zum wahren Brüller machen.

Absurde Situationen aus dem Pflegebereich

Und immer wieder bekommt Bullatschek Zustimmung aus dem Publikum. Ihre „Kollegen“, die dort sitzen, wissen genau, wovon sie redet und haben manch absurde Situation schon selbst im Berufsalltag erlebt. Und gerade weil es eigentlich zum Heulen ist, was in der Pflegebranche teilweise vom Personal erwartet wird, ist es so lustig, wenn Bullatschek darüber spricht. Lachen ist eben immer noch die beste Medizin und als „Pflägekraft“ darf sie eben auch darüber sprechen und ihre Witze machen.

Bullatschek nimmt die Pflegebranche aufs Korn, gleichzeitig wird aber auch klar, dass sie hinter ihr steht und eigentlich nur das Beste für sich und ihre Kollegen will. Und so endet es schließlich auch mit einem ernsten, aktuellen Thema: Pflegenotstand und dem Appell an alle, in die Pflege zu gehen.

Von Birgit Stephani

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