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Celle Stadt Symbiose von Technik, Kunst und Raum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Symbiose von Technik, Kunst und Raum
14:30 23.11.2018
Stephan Huber: Tre Cime Quelle: Stephan Huber
Celle

Sie fordern leuchtstark Aufmerksamkeit, drängen sich mit plakativer, leuchtend bunter Werbung ins Bewusstsein, führen als optisch erhellende Hinweise oder Warnungen auf den Weg: Leuchtkästen sind allgegenwärtig, und – seit die Technik es möglich macht – auf vielerlei Arten im Alltag präsent. Der Schritt weiter war nur konsequent: Seit den 80er Jahren ist das Medium „Light Box“ fester Bestandteil der Gegenwartskunst und hat sich dort eine neue Dimension erobert. Das Kunstmuseum Celle bietet in seiner aktuellen Ausstellung zum ersten Mal einen faszinierenden und vielseitigen Blick auf diese Form der Symbiose von Technik, Gestaltung, Licht und Raum.

Die Magie des Lichts

Ein Licht muss einem beim Betrachten der insgesamt 33 Objekte von 18 auch internationalen Künstlerinnen und Künstlern nicht aufgehen, das gehört zu jeder Lightbox zwingend dazu. Dafür setzen die Exponate den Betrachter in Erstaunen, verblüffen, nehmen gefangen. Das gilt primär für die Installation selbst, dann aber – im wahrsten Sinne ausstrahlend – auch für die Umgebung, den Raum drum herum. Die Magie des Lichts, ein Hauch von der ersten Camera obscura, von magischen Schattenspielen, von Illusion und optischer Täuschung – von all dem ist etwas zu entdecken, wenn man sich auf den Rundgang durch die verzaubert anmutenden Räume bewegt.

Täuschende Spiegel-Leuchtkästen

Das künstlerische Spektrum – auch dies in diesem Fall beinahe doppeldeutig – reicht von in Szene gesetzten Bildern und Fotografien – etwa in „One Million Points of Light“ von Alfredo Jaar, in „Chicago, 200“ von Mischa Kuball oder in „Condition Tidiness“ von Tim Berresheim – bis zur reinen Demonstration von Technik, dort wo das Innerste nach außen gekehrt zum Blickfang wird – wie bei „Reflektion II“ von molitor&kuzmin, wo die Leuchtstoffröhre sogar ihre Box verlässt, oder der großräumigen Installation „Halfway“ von Christine Schulz. Diese „Light Box“-Show lädt zu einem Abenteuerausflug für Entdecker ein, die mehr als das Offensichtliche ergründen wollen. Vom scheinbar Minimalistischen – wie die beiden Leuchtkästen mit schwarzem Pigment von Lienhard von Monkiewitsch und das „Leuchtstabbild 14W“ von Sebastian Hempel – zum Spektakulären, wie die täuschenden Spiegel-Leuchtkästen, etwa „Windows“ von Hans Kotter, oder fast schon geisterhaft vielschichtig der „Leuchtkopf“ von Patrick Raynaud. „Jede Box ist eine Bühne, die ihre eigene Inszenierung bereithält“, sagt die Kuratorin der Ausstellung, Mona Hesse. Und wie bei einem guten Theater verschmelzen Darsteller, Bühnenbild, Beleuchtung samt der Reflexion auf die Zuschauer zu einer Einheit, ziehen den Betrachter mit ins Geschehen, bis er Teil davon wird – jedes Stück ganz eigen. Und die Reflexion geht noch weiter, kann den ganzen Raum einnehmen, geht in Korrespondenz mit der Umgebung, der Architektur, dominiert oder wird sogar Teil davon, so weit der Lichtschein reicht.

Nicht unumstritten, aber im Austausch belebend

Die Ausstellung verbindet außerdem zwei prägnante Orte in Celle: Die Lichtbox-Kunst hat einen implizierten Lichtfaden gezogen, vom Modernen Museum in die Celler Stadtkirche, aus der sie sowohl einen neuen Kunstraum kreiert als auch Dialoge herstellt – nicht unumstritten, aber im Austausch belebend. „Beides sind Orte mit besonderer Ausstrahlung und sozialer Leuchtkraft“, so Hesse erläuternd. Es ist eine inspirierende Ausstellung, die unbedingt gesehen und erobert werden sollte.

Von Doris Hennies

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