Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt TK gibt Standort Celle auf
Celle Aus der Stadt Celle Stadt TK gibt Standort Celle auf
15:51 06.03.2017
Von Christian Link
Am 30. Juni hat die TK-Geschäftsstelle in Celle ihren letzten Öffnungstag. Quelle: Christian Link
Celle Stadt

"Die Filiale wird dauerhaft geschlossen und es wird in Celle keinen Ersatz geben", sagt Inken Holldorf, die Leiterin der TK-Landesvertretung in Niedersachsen. Ein Nachmieter für die Krankenkasse ab dem 1. Juni wird noch gesucht.

Als Grund für die Schließung nannte Holldorf zu geringe Besucherzahlen. Obwohl die TK in Stadt und Landkreise Celle rund 17000 Kunden zählt, würden pro Monat weit weniger als 500 Kunden die Geschäftsstelle aufsuchen. "Für einen Standort, der über Beiträge finanziert wird, sind das zu wenige", sagt sie. Zum Vergleich: In Wolfsburg zählt die TK-Kundenberatung monatlich 1000 Besuche, in Göttingen mindestens 1500 Besuche, in Braunschweig 2500 Besuche und in Hannover 4500 Besuche.

Der hauptsächliche Grund, warum Kunden persönlich in der Celler Geschäftsstelle erscheinen, ist laut einer TK-Analyse die Abgabe von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. "Das kann man aber auch per Post oder per Internet erledigen", sagt Holldorf. Darüber hinaus würden die Kundenberater in Celle vor allem über Krankengeld, Zahnersatz, Mitgliedschaft und Beiträge sowie die Pflegeversicherung sprechen. Diese Beratung sei aber genauso gut über die 24-Stunden-Telefonberatung oder per Internet möglich. "Für diejenigen, die einen persönlichen Kontakt benötigen, ist Hannover die nächste Anlaufstelle", sagt Holldorf. Die TK-Filiale befindet sich dort an der Heiligerstraße 2 in der Innenstadt und hat werktags von 8.30 bis mindestens 14 Uhr geöffnet.

Vier Mitarbeiter sind von der Schließung in Celle betroffen. "Es kommt nicht zu Kündigungen", versichert Holldorf. Die vier Angestellten würden künftig im TK-Fachzentrum Krankenhaus in Hannover beschäftigt werden, wo unter anderem Krankenhausrechnungen bearbeitet und überprüft werden. Celle ist nicht die einzige niedersächsische Stadt, in der die TK nicht mehr vor Ort vertreten ist. Aus Wilhelmshaven (76.000 Einwohner) und Nordhorn (53.000 Einwohner) hat sich die Krankenkasse bereits 2016 zurückgezogen. "Wir beobachten regelmäßig und bundesweit, wie sich die Kundenströme entwickeln", sagt Holldorf.