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Celle Stadt Tafel-Silbersee nicht verkaufen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tafel-Silbersee nicht verkaufen
18:32 27.08.2018
Sollte der Silbersee wirklich verkauft werden? Quelle: Dagny Siebke
Vorwerk

Weil sie verhindern wollen, dass am Vorwerker Campingplatz Silbersee ein "rechter Szenetreff" entsteht, haben Celles Ratspolitiker einen Verkauf des Geländes an Sabine Födisch-Rüstig, die 2017 als stellvertretende Vorsitzende in den Landesvorstand der Republikaner gewählt wurde, abgelehnt. Jetzt heißt es, dass Födisch-Rüstig nicht mehr Republikaner-Mitglied sei. Ob das noch etwas ändert? Muss der Silbersee überhaupt verkauft werden? Die AfD hat eine andere Variante ins Spiel gebracht: Die Celler Stadtwerke könnten Badesee und Campingplatz übernehmen.

"Verschwörungstheoretisch-abenteuerlich" – so nennt Niedersachsens Republikaner-Vorsitzender Lars Fintelmann die Spekulationen etwa von FDP-Fraktionschef Joachim Falkenhagen, der gesagt hatte, man müsse verhindern, dass die rechte Splitterpartei am Silbersee ein "Bildungszentrum für rechtes Gedankengut" aufbaue. "Die Republikaner in Niedersachsen sind freiheitlich-konservativ und grenzen sich von der rechtsextremen Szene ab", so Fintelmann, der darauf hinweist, dass seine Partei anders als in den neunziger Jahren nicht mehr vom Verfassungsschutz beobachtet werde. Außerdem hätten die Republikaner inzwischen ein Mitglied weniger: "Frau Födisch ist bereits Anfang dieses Jahres bei den Republikanern ausgetreten." Derzeit zählten die Republikaner in Niedersachsen 150 Mitglieder, so Fintelmann: "Tendenz steigend."

Unterdessen hat die Celler AfD-Ratsfraktion beantragt, dass die Verwaltung dem Rat die wirtschaftlichen Grundlagen erläutern solle, bevor über das zukünftige Schicksal des Campingplatzes Silbersee entschieden werde. Wichtig sei ein Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen langfristiger Verpachtung und Verkauf.

„Wir waren von Anfang an skeptisch bei dem geplanten Verkauf“, sagt der AfD-Fraktionsvorsitzende Anatoli Trenkenschu: „Bevor es um die Frage eines Verkaufs geht, sollte erst einmal geprüft werden, welche Optionen die Stadt für dieses einzigartige, weitläufige Areal mit Badesee, das derzeit in ihrem Eigentum steht, hat. Es ist leider eine in Verwaltungskreisen weit verbreitete Milchmädchenrechnung, den erzielten Verkaufserlösen nicht den damit einhergehenden Vermögensverlust gegenüberzustellen. Tatsächlich erreicht man aber mit einem Verkauf oft nur sehr kurzfristig, dass Haushaltlöcher gestopft werden, hat aber für immer sein sogenanntes Tafelsilber verscherbelt."

Die Stadtwerke verfügten durch das Celler Badeland und den neuen Wohnmobilistenstandort über das Know-how, wie man einen Bade- und Campingbetrieb führe, so Trenkenschu: "Dass die anderen Fraktionen im Stadtrat nicht derartige Betrachtungen in den Vordergrund gestellt haben, sondern die Parteimitgliedschaft einer potenziellen Erwerberin, ist nicht nur erbärmlich, sondern eklatant verfassungswidrig. Es hat für eine Verkaufsentscheidung grundsätzlich völlig egal zu sein, ob der Erwerber bei den Republikanern, den Grünen oder im Kirchenchor aktiv ist."

Nur falls der Kauf tatsächlich parteipolitischen Interessen diene, wäre das bei einer Verkaufsentscheidung des Rates von Belang, sagt Trenkenschu, der kritisiert, dass unter anderem aus den Reihen der "Partei" Interna über den beabsichtigten Verkauf publik gemacht wurden: "Dass eine Verhandlungspartnerin der Stadt durch Indiskretionen einer unseriösen Kleinstpartei und sogar des Ratsvorsitzenden öffentlich diskreditiert wird, ist ein Skandal."

Von Michael Ende

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