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Celle Stadt Tag der Entscheidung bei „Jugend forscht“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tag der Entscheidung bei „Jugend forscht“
19:11 15.02.2010
Wollen zum Landeswettbewerb von „Jugend forscht“: Ann-Kathrin Kufner und Carina Müller experimentieren mit Algen. Quelle: Christian Uthoff
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Jan-Eric Gesing und Kai Dörner sind hochkonzentriert: Die beiden Schüler des Hermann-Billung-Gymnasiums (HBG) erklären der „Jugend forscht“-Jury in Celle gerade, welche Auswirkungen Gamma-Strahlen auf Chlorophyll haben. Die Juroren, Vertreter von Schulen und aus der lokalen Wirtschaft, haben viele Fragen an die Jugendlichen. Erst nach einer Stunde ist das Gespräch zu Ende. Der 17-jährige Kai sinkt zufrieden zurück: „Vom Gefühl her lief es sehr gut.“

28 Projekte aus den unterschiedlichsten Fachbereichen haben die rund 44 Schüler zum Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ gestern in Celle vorgestellt. Im Kreistagssaal wollten sie Zuschauer und Juroren von der Kreativität und dem Nutzen ihrer Experimente überzeugen. Neben sechs Projekten aus der Stadt und acht aus dem Landkreis Celle wurden auch Projekte aus Ritterhude, Osterholz-Scharmbeck, Lilienthal und Uelzen vorgestellt. Gesponsert wird der Wettbewerb von der SVO – das Unternehmen ist Kostenträger und sorgt für eine reibungslose Organisation.

Ralf Horst, Pressesprecher der SVO, freute sich besonders über die hohe Beteiligung aus der Stadt Celle: „Im letzten Jahr kamen zwei Projekte aus der Residenzstadt ­– in diesem Jahr sind es gleich sechs“, erläuterte Horst. Vor den Juroren sei nicht nur die Idee an sich wichtig – sondern auch deren Präsentation. „Die Schüler sind heute schon ein bisschen angespannt“, schmunzelte Horst.

Philipp Seelenmeyer und Thies Holler, Schüler des HBG, zeigten gestern einen Blumentopf, der sich selber gießt. Kim von Scheidt, die in Hermannsburg das Christian-Gymnasium besucht, untersuchte hingegen den „Rote-Augen-Effekt“ bei Blitzaufnahmen. 650 Fotos hat sie dafür analysiert. „Ich kann nur sagen, woran es nicht liegt“, so die 17-Jährige. Brillen würden den Effekt zum Beispiel nicht auslösen. Vom Herzog-Ernst-Gymnasium in Uelzen waren hingegen Carina Müller und Ann-Kathrin Kufner nach Celle gekommen. In ihrer Arbeit versuchen die 18-Jährigen, den Wirkungsgrad sogenannter Biofotoreaktoren zu erhöhen. Diese werden zur Reduktion von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre eingesetzt.

Entscheidung heute: Um 14.30 Uhr fällt heute im Kreistagssaal die Entscheidung – Wer gewinnt den Regionalwettbewerb Celle und zieht in den Landeswettbewerb ein? Zwischen 9.30 Uhr und 13.30 Uhr haben interessierte Zuschauer die Möglichkeit, sich nochmals die kreativen Experimente der Schüler anzuschauen und Fragen zu stellen.

Von Christian Uthoff