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Celle Stadt Tag der Mediation am 26. Oktober in Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tag der Mediation am 26. Oktober in Celle
11:12 30.09.2013
Der Blick dieser Skulptur wirkt nachdenklich, fast so, - als hätten den Menschen, der dafür Modell stand, - schwer wiegende familiäre Probleme bewegt. - Wie man die lösen kann, dass will Susanne Schmitt (Foto rechts) - mit dem „Tag der Mediation in Celle aufzeigen. Quelle: Julian Stratenschulte/Peter Müller (Archiv)
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Einen friedlichen, konstruktiven Weg um mit Konflikten umzugehen und Streitigkeiten zu lösen – wer wünscht sich das nicht? Mediation kann so eine Möglichkeit sein – mit Hilfe eines ausgebildeten, unparteiischen Mediators setzen sich Konfliktparteien an einen Tisch und erarbeiten gemeinsam eine für alle Seiten vertretbare Lösung. Verwaltung und Justiz laden zu einem „Tag der Mediation“ nach Celle ein, um über die Möglichkeiten und Einsatzbereiche von Mediation und die Arbeit der Mediatoren zu informieren.

Entstanden ist die Idee zu einem „Tag der Mediation“ in einem Gespräch von Susanne Schmitt (erste Stadträtin der Stadt Celle) und Peter Götz von Olenhusen (Präsident des Oberlandesgerichts Celle). In einem gemeinsamen Konzept – getragen von der Stadt und dem Landkreis Celle, dem Oberlandesgericht, der Rechtsanwaltskammer, der Volkshochschule Celle sowie der Deutschen Stiftung Mediation. „Wir möchten zeigen, wie man mit Hilfe der Mediation in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen und Bereichen Konflikte lösen kann“, erklärt Mitinitiatorin Susanne Schmitt.

„Im Vordergrund der Mediation steht stets der respektvolle Umgang miteinander und das Verständnis für die unterschiedlichen Sichtweisen, Positionen und Interessen des Anderen. Mediation kann helfen, den Blick auch für die Belange des anderen zu öffnen. Das ist oft der erste Schritt zu einer konstruktiven Lösung, die selbst entwickelt wurde und mit der letztlich alle Beteiligten zufrieden sind. Auf diese Weise gibt es keinen „Besiegten“, nur einen gangbaren Weg.“

Susanne Schmitt ist selbst ausgebildete Mediatorin. „Ich habe ja einen ziemlich konfliktbelasteten Arbeitsplatz“, sagt sie lachend, „deshalb war ich auch auf der Suche nach einer Möglichkeit, Kontroversen auf eine bessere, stressfreiere und konstruktivere Weise begegnen zu können. Das Ziel und die Lösung sollten im Vordergrund stehen. Meine Ausbildung in Hamburg hat mir auch geholfen, einen anderen Blick auf die Position und Sichtweisen meines Gegenübers zu bekommen. Mediation hat viel mit der richtig geführten Kommunikation und Streitkultur zu tun. So wird verhindert, dass etwas unangemessen persönlich oder verletzend wird.“

Der „Tag der Mediation“ findet am Samstag, 26. Oktober, im Alten Rathaus in der Celler Altstadt statt. Von 9.30 Uhr bis 14 Uhr stellen Institutionen und Mediatoren mit Vorträgen und Infoständen ihre Aufgaben und Einsatzgebiete vor und stehen für Auskünfte und Informationen zur Verfügung.

Von Doris Hennies