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Celle Stadt Tag der offenen Tür am AKH
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Tag der offenen Tür am AKH
20:00 15.08.2010
Enten marsch! Die DLRG- Helfer schicken die gelbe Flut beim zweiten Aller-Entenrennen auf die Reise. Quelle: Peter Müller
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Ente gut, alles gut! Nach dem zweiten Aller-Entenrennen scheint klar zu sein, was ein schnelles und damit „gutes“ Plastik-Federvieh ausmacht: der Verzicht auf jegliches Tuning. Die ersten drei Plätze gingen am Sonnabend an drei splitterfasernackte Exemplare, die ohne Bodypainting oder Kopfschmuck auskamen.

Die Besitzer der Rennenten mit den Nummern 825, 1040 und 696 dürfen sich über 300 Euro von der Sparkasse Celle, ein Kinderfahrrad von Pepsi im Wert von 100 Euro beziehungsweise einen Einkaufsgutschein von Möbel Wallach im Wert von 60 Euro freuen. Erst auf Platz vier lief eine getunte Ente ein – mit goldbraunem Kopf und gespickt mit Spießen. Bis zum zwanzigsten Platz wurden die schnellsten Enten dotiert. Der Erlös der verkauften Enten geht an das Hospiz-Haus in Wietzenbruch.

„Die Gewinne können vier Wochen lang an der Rezeption des AKH Celle abgeholt werden. Außerdem kann jeder Besitzer seine Ente zurück haben. Die Exemplare, die übrig bleiben, werden an Kindergärten gespendet“, sagt AKH-Sprecher Robert Berrisch.

Alle Entenbesitzer, die auf die Karte „Tuning“ gesetzt hatten, aber im Rennen hinterher schwommen, hatten dafür bei der Prämierung der „schönsten Ente“ noch Eisen im Feuer. Diese nahm Jens Rohde, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Celle, als Fachmann vor. Auf Rang eins landete eine schwarz-grün gefiederte Ente, da diese dem Ideal eines Züchters am nächsten kam. Dahinter platzierte sich eine OP-Ente mit Stethoskop. Platz drei sicherte sich eine Entendame aus der Zeit der 20er-Jahre – stilecht mit Boa-Feder und Brillianten. Eine „Kleopatra“-Ente belegte Rang vier.

Neben dem Höhepunkt Entenrennen hatte das AKH auch zum Tag der offenen Tür geladen. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich in der Unfallchirurgie oder der Kinderklinik umzusehen.

Im Foyer schwirrten als Salmonellen und Noroviren verkleidete Krankenhausmitarbeiterinnen herum. An einem Gipsstand konnten sich Kinder freiwillig einen Gips anlegen lassen. Die Attraktion war eine begehbare Prostata. Auf dem Außengelände sorgte die Band „East-West 99“ musikalisch für Stimmung.

„Es war richtig viel los im Krankenhaus. Wir sind sehr zufrieden mit dem Zuspruch“, freute sich Berrisch, der seit Februar diesen Tag geplant hatte. „Größtes Problem war es, den Dienstplan zu koordinieren. Die Versorgung der Patienten musste schließlich gewährleistet sein“, so Berrisch. Darüber hinaus hätten die Mitarbeiter aber ein großes Interesse gehabt, der Öffentlichkeit ihre Berufe einmal vorstellen zu können.

Von Paul Gerlach